„Frieden ist wie Wasser, ohne ihn können wir nicht leben“
Wolfsburg Der italienische Konsularagent hielt die Ansprache zur zentralen Gedenkfeier auf dem Klieversberg.
Anlässlich des Volkstrauertages haben am Sonntag in ganz Deutschland Gedenkfeiern stattgefunden. Auch in unserer Stadt fanden sich am Vormittag in vielen Stadt- und Ortsteilen die Menschen ein, um der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken und Zeichen für den Frieden zu setzen. Die zentrale Gedenkveranstaltung wurde am Mahnmal auf dem Klieversberg begangen.
„Frieden ist wie Wasser, wie Luft, ohne ihn können wir nicht leben“, sagte Francesco Lo Iudice, italienischer Konsulagent in Wolfsburg, in seiner Gedenkansprache. Die Botschaft seiner Worte: Der Frieden müsse im Geiste verankert werden, Zusammenhalt und Respekt müssten wesentlicher Bestandteil des menschlichen Handelns und Denkens sein. „Ist es richtig, Milliarden Euro für die Aufrüstung einer Armee beizusteuern, anstatt diese Gelder für soziale Institutionen zu nutzen?“, fragte Lo Iudice in die Runde der etwa 100 Teilnehmer der Veranstaltung.
Gemeint mit „sozialen Institutionen“ war sicher auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dessen Kreisverbandsvorsitzender Thomas Muth Grußworte sprach.
Der Volksbund kümmert sich bereits seit Jahrzehnten um die Kriegsgräber in ganz Deutschland. Lo Iudice betonte: „Viele Jahre ist es her, da setzten es sich acht Personen zum Ziel, die Kriegsgräber aufrecht zu erhalten. Inzwischen gehören dieser Organisation etwa 4000 Menschen an, die sich um Millionen Gräber kümmern.“
Mitwirkende der Gedenkstunde waren auch Schüler der Eichendorff-Realschule. Die 10R3 brachte sich unter Leitung der Lehrer Martina Wiora und Falko Rösel mit Textvorträgen für den Frieden und mit Worten zur Ehrung aller Opfer ein, die in Kriegen, und aber auch durch rassistische Taten oder durch Terrorismus ihr Leben ließen. So waren sich auch die Schüler einig: „Die schrecklichen Geschehnisse dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Sie sollen mahnen und uns zeigen, dass Kriege keine Lösung sein dürfen.“
Zum Abschluss des Programms legten Oberbürgermeister Klaus Mohrs sowie weitere Vertreter der Stadt und des Volksbundes Kränze nieder, ehe das Orchester der Stadtwerke Wolfsburg, das während der ganzen Veranstaltung bereits für die musikalische Untermalung sorgte, die Nationalhymne spielte.

