„Ein furioses Ensemble“ taucht im Pool auf
Wolfsburg Nach den Erfolgen von elf Auftritten in der Reihe „Jazz im Pool“ startet das Hallenbad die neue Reihe „Klassik im Pool“ mit dem Fauré Quartett.
Die rundum verglaste, mit künstlerischen Intarsien versehene Schwimmhalle, dazu das dezent gekachelte Becken über dem sich der Sprungturm erhebt ist ein Ambiente, dass auch Liebhaber klassischer Musik schätzen, seit hier Musikerinnen aus Togliatti erfolgreich und gern aufgetreten sind. Es ist ein begehrter Ort, es sind begehrte Plätze. Es gibt nur 200 Karten. Mehr nicht. Auch nicht für das Konzert des Fauré Quartetts am Samstag, 1. Dezember, 20 Uhr. Das Quartett nimmt im klassischen Bereich eine Pionierrolle ein. Auch der Auftritt in einem ehemaligen Schwimmerbecken ist eine Pionierleistung.
Der Geburtstag des Komponisten Gabriel Fauré jährte sich 1995, im Jahr der Gründung des Fauré Quartetts, zum 150. Mal. Aus Liebe zu den beiden Klavierquartetten Faurés gab sich das Ensemble dessen Namen. Getroffen haben sich die vier Musiker als Studenten der Karlsruher Musikhochschule, der sie nach wie vor verbunden sind, heute als „Quartet in Residence“ – einer Auszeichnung, die in Karlsruhe seit 30 Jahren nicht vergeben wurde. In dieser Funktion konzertiert und unterrichtet das Quartett Meisterklassen mehrfach pro Jahr an der Hochschule. Zudem unterrichten die Mitglieder des Fauré Quartetts an Musikhochschulen in London (Royal Academy of Music), Berlin (Universität der Künste), Essen (Folkwang Hochschule) und Meisterklassen in Deutschland, Italien, Norwegen und den Vereinigten Staaten.
„Kammermusik ist die wahre Musik und der ehrlichste Ausdruck einer Persönlichkeit.“ Diesem Leitsatz seines Namensgebers folgend, wird das Fauré Quartett im Hallenbad das Klavierquartett c-Moll op.13 von Richard Strauss und das Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60 von Johannes Brahms aufführen.
Getreu Faurés Leitsatz kümmern sich die Musiker in Kinderkonzerten und der Initiative „Rhapsody in School“ um die Vermittlung des klassischen Erbes an Kinder und Jugendliche. Seit 2009 arrangieren sie auch Popsongs. Seit der Gründung gehören unverändert Erika Geldsetzer (Violine), Sascha Frömbling (Viola), Konstantin Heidrich (Violoncello) und Dirk Mommertz (Klavier) zum Quartett. „Ein furioses Ensemble“, schrieb der Spiegel.
