Ein Dorfanger für Heiligendorf mit 110 Bauplätzen
Wolfsburg Die Stadtverwaltung hatte zur Bürgerbeteiligung für das Baugebiet Hasenmorgen eingeladen. Es gab viele Fragen zur Verkehrsanbindung.
Darauf haben die Bewohner des Hasenwinkel-Ortes lange gewartet: Mit der frühzeitigen Bürgerbeteiligung hat die Verwaltung am Mittwochabend im Schützenhaus erstmals detailliertere Pläne für das Wohnbaugebiet Hasenmorgen vorgestellt.
Gut 30 Interessierte waren gekommen, um die Ausführungen von Stadtplaner Hermann Landsmann zu verfolgen. Er stellte den Entwurf eines Bebauungsplans für das rund 14,5 Hektar große Gelände im Osten von Heiligendorf vor. Aktuell sind dort in der Variante „Dorfanger“ 110 Grundstücke vorgesehen. Der Hasenmorgen erstreckt sich zwischen Lütjer Weg und Landesstraße 294, zwischen denen eine Haupterschließungsstraße verlaufen soll, von der aus zwei weitere Straßen die übrigen Grundstücke anbinden.
Diese sollen zwischen 650 und 850 Quadratmetern groß sein. Vorgesehen sind eingeschossige Einfamilienhäuser; das heißt, dass in gewissem Rahmen mit Dachgeschoss gebaut werden darf.
Der Nordwesten des Gebiets beinhaltet eine Gemeinbedarfsfläche, nach Aussage des Stadtplaners bereits mit Ortsrat, Feuerwehr und Schützenverein abgestimmt. Sie umfasst das Schützenhaus samt Schießstand, einen Jugendfeuerwehr-Übungsplatz, den Festplatz, einen Spielplatz und den Standort für ein mögliches Blockheizkraftwerk. Die südlichen Baugrundstücke müssen durch einen vier Meter hohen Lärmschutzwall gegen den Verkehr auf der L 294 abgeschirmt werden; dieser reicht bis um die Grundstücke im äußersten Südosten des Gebiets herum.
Viele Nachfragen gab es zur Verkehrssituation – insbesondere nachdem der Stadtplaner erläutert hatte, dass der Lütjer Weg vorerst nicht ausgebaut werden soll, sondern mit der Realgemeinde erst dann über die Flächen verhandelt werde, wenn auch der Krumme Morgen nördlich davon beplant werde. Bis dahin soll der Verkehr komplett über die L 294 laufen.
Auch dazu gab es kritische Nachfragen, denn bekanntlich hat der Ortsrat durchgesetzt, dass das Baugebiet dort über einen Kreisel angeschlossen wird. Doch dafür sind nach Auskunft von Planer Landsmann noch Flächenankäufe erforderlich. Immer wieder musste er in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die benötigten Flächen für den Kreisel Bestandteil des Bebauungsplans sein werden – dass für die Realisierung aber nicht die Stadtplanung zuständig ist.



