Bombe auf VW-Gelände in Wolfsburg? Evakuierung geplant
Wolfsburg Liegt eine Fliegerbombe auf dem VW-Gelände in Wolfsburg? Am 4. November wird das untersucht. Auf Kästorf und Teile der Innenstadt kommt eine Evakuierung zu.
Am 4. November soll der mögliche Bombenfund, der im Zuge von Bauarbeiten entdeckt wurde, genau unter die Lupe genommen werden. Sollte es sich bei der Anomalie unter der Halle 11 im Volkswagen-Werk um einen Sprengsatz handeln, soll er noch am gleichen Tag gegen 14 Uhr entschärft werden. Das teilten heute Verwaltung und Volkswagen mit. Für Wolfsburg bedeutet das: Evakuierung – und zwar in einem größeren Ausmaß als bei der Bombenentschärfung im August. Der Sicherheitsradius umfasst nicht nur Kästorf, sondern auch Teile der Innenstadt. Unter anderem müsste die Heinrich-Nordhoff-Straße komplett gesperrt werden, Poststraße und Schachtweg wären betroffen.
Egal ob entschärft wird oder nicht – die Deutsche Bahn wird Wolfsburg am 4. November ab 10 Uhr nicht mehr anfahren, denn der Notfallfahrplan kann nicht kurzfristig geändert werden. Das Phaeno bleibt geschlossen, die Autostadt würde im Falle einer Entschärfung ab 11 Uhr geräumt. Der Beginn der Evakuierung der rund 860 Menschen in den betroffenen Gebieten ist für 10 Uhr geplant. Ab 14 Uhr macht sich dann der Räumdienst an die Arbeit. Um 16 Uhr soll die Aktion beendet sein.
Möglich ist allerdings auch, dass es gar nicht so weit kommt. Am Samstag, 3. November, wollen Experten des Kampfmittelräumdienstes mit einer Sonde einen genaueren Blick auf den Fremdkörper im Boden werden. Sollte dabei herauskommen, dass es sich nur um Altmetall handelt, kann die gesamte Evakuierung abgeblasen werden. Diese Arbeiten sind allerdings aus Sicherheitsgründen nur 24 Stunden vor einer möglichen Entschärfung möglich.


