Blitzmarathon in Wolfsburg – 240 Fahrer in der Tempofalle
Wolfsburg Der Blitzmarathon war ein voller Erfolg, meint die Polizei. Mindestens 240 Autofahrer in Wolfsburg werden das anders sehen – sie wurden erwischt.
An sieben Messstellen hatten sich die rund 22 eingesetzten Polizisten und vier Mitarbeiter des Ordnungsamtes postiert. Insgesamt erfassten sie 10 778 Fahrzeuge. 203 Fahrer waren bis zu 20 Stundenkilometer zu schnell. Sie müssten sich auf ein Verwarngeld einstellen. Nicht so glimpflich lief der Blitzmarathon, der gleichzeitig in Niedersachsen, NRW und den Niederlanden stattfand, für 36 Fahrer, die zwischen 21 und 30 Stundenkilometer zu schnell unterwegs waren. Sie erwarten hohe Geldbußen und bis zu drei Punkte in Flensburg. Ein Golffahrer war noch schneller unterwegs – und ist jetzt für einen Monat seinen Führerschein los.
Wolfsburgs Polizeichef Hans-Ulrich Podehl hat das Gefühl, dass die Aktion bei den Autofahrern für Eindruck gesorgt hat. „Durch aufklärende Gespräche mit den zu schnellen Fahrern an den Messstellen habe ich die Hoffnung“, so der Polizeidirektor, „dass diese Aktion zu einer nachhaltigen Veränderung der Fahrweise vieler Verkehrsteilnehmer führe.“ Insgesamt hielten sich die Wolfsburger Autofahrer überdurchschnittlich häufig an die Regeln. Landesweit waren 3,16 Prozent der Autofahrer zu schnell unterwegs, in Wolfsburg nur 2,13 Prozent.
Zu hohe Geschwindigkeit gilt als Unfallursache Nummer Eins. Laut Polizei ist in Wolfsburg in den ersten neun Monaten des Jahres die Anzahl der Unfälle mit Getöteten (2011 vier Unfälle - 2012 zwei Unfälle) zurückgegangen, von vier Unfällen 2011 auf zwei Unfälle 2012. Bei den Unfällen mit Schwerverletzten (je 41 Unfälle in 2011 und 2012) seien die Zahlen unverändert geblieben.

