Zwei Geopfade für Salzgitter
Wanderwege Lichtenberg und Salzgitter-Bad fertiggestellt – Einblick in Entwicklungsgeschichte und Natur
SALDER. Touristen und Salzgitteraner können von nun an die Entwicklungsgeschichte der Erde in Salzgitter erkunden. Das Städtische Museum Schloss Salder hat die beiden Geopfade Lichtenberg und Salzgitter-Bad im Salzgitter-Höhenzug und in den Lichtenbergen fertig gestellt.
"Vor zwei Jahren haben wir den Eiszeitgarten gegründet. Die museale Präsentation befindet sich im Schloss Salder. In der Natur waren wir noch nicht vertreten", nennt Museumsdirektor Jörg Leuschner den Grund für die Ausarbeitung der Geopfade.
Bereits seit Juni 2007 ist das Museum Geopark-Informationszentrum im Netzwerk des Nationalen Geoparks Harz/Braunschweiger Land/Ostfalen. Dieser Geopark, dem 2004 die Unesco-Anerkennung verliehen wurde, ist aufgrund seiner geologischen Vielfalt nicht nur Anziehungspunkt für Menschen aus der Region, sondern auch für Touristen. Und genau diese erhofft sich die Stadt Salzgitter von ihren Geopfaden.
"Der Rat hat uns für dieses Jahr 50 000 Euro für touristische Touren bereitgestellt, im nächsten Jahr bekommen wir noch einmal 50 000 Euro", sagt Leuschner. Auf drei bis vier Stunden sind die Touren angelegt. Sechs bis sieben Kilometer lang sind die beiden Rundwanderwege, die am Bismarckturm in Salzgitter-Bad beziehungsweise an der Burg in Lichtenberg beginnen und enden. Damit ist auch zu Beginn und Ende der Tour für Gastronomie und Parkplätze gesorgt.
Die Geopfade geben nicht nur Einblicke in die Natur Salzgitters, sondern auch in die Entwicklungsgeschichte der Erde. Lebensspuren in den abgelagerten Gesteinsformationen zeigen, wie es vor Millionen von Jahren in unserer Region ausgesehen hat. "Die Wanderer erfahren, welche Tier- und Pflanzenarten es hier gab und gibt und welche klimatischen Bedingungen in Salzgitter geherrscht haben", sagt Leuschner. "Außerdem erklären wir den Zusammenhang von Gesteinsschichten, Salz- und Eisenerzvorkommen zur regionalen Kultur- und Industriegeschichte." Informationstafeln und Karten informieren die Besucher. Ausgearbeitet und aufgestellt hat sie die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums, Renate Vanis, mit Arge-Kräften aus Salzgitter, Braunschweig und Wolfenbüttel.
Die beiden Geopfade sollen indes nicht die einzigen in Salzgitter bleiben. Ein Weg in Salzgitter-Bad, der auf den Spuren des Salzes wandelt, soll noch 2008 fertig gestellt werden. Ein Wanderweg zur Industriegeschichte, der von Thiede bis Ringelheim geht, ist ebenfalls in Arbeit.
