„Wir sind eine kleine, aber starke Propstei“
Salzgitter-Bad Ohne Hektik arbeitete die Synode Salzgitter-Bad ihre Tagesordnung ab. Wichtigster Beschluss war die Zustimmung zum Projekt „Brot für Welt“.
Ohne Hektik, unterbrochen durch eine halbe Stunde Pause arbeiteten die Mitglieder der Synode Salzgitter-Bad eine kurze Tagesordnung ab. Wichtigster Beschluss war die Zustimmung zum Projekt „Brot für Welt“.
Ursula Moldenhauer, die Vorsitzende, und Propst Ralf Ohainski nutzten aber das letzte Treffen des Gremiums in der Dreifaltigkeitskirche, um an wichtige Entscheidung für die Propstei und damit die Gemeinden zu erinnern.
„Wir sind eine kleine, aber starke Propstei“, sagte Moderhauer stolz, als sie über den „schwierigen, aber guten Weg“ bei der Durchsetzung aller Forderungen berichtete. Dabei nannte sie den Protest der Synodalen gegen die neue Propsteiverordnung mit der Diskussion über die Zusammenlegung der Propsteien in Salzgitter sowie die lange Vakanz bei der Besetzung der Propststelle.
„Das alles gefiel uns nicht, gemeinsam nahmen wir den Kampf auf“, sagte sie und nannte eine Postkartenprotestaktion, eine Demonstration vor Landessynode und der Kirchenregierung und die Verteidigung des Standpunktes während einer Anhörung.
Erfolg hatte die Propstei schließlich im September, als Propst Ralf Ohainski in sein Amt eingeführt wurde. Mit der Propstei Lebenstedt gebe es jetzt eine gute Zusammenarbeit, bestätigte die Vorsitzende.
Als besondere Veranstaltungen der Propstei nannte sie die Epiphaniasempfänge. Dies seien gute Gelegenheiten, die Menschen der Stadt zu erreichen. Moldenhauer: „Wir hatten mit unseren Referenten und Themen stets die Hand am Puls der Zeit und gaben Anstöße für das gesellschaftliche Leben.“
Propst Ralf Ohainski erinnerte an organisatorische Neuerungen wie die Formierung der neuen Pfarrverbände in Süd-Ost. Das große Ereignis sei aber die Bischofvisite gewesen. „Wir hatten Gelegenheit, die Arbeit in den Gemeinden vorzustellen und ihm die besondere Situation in der Stadt Salzgitter zu erläutern.“
Beim Besuch des Stadtteiltreffs „Netzt Ost-West“ (NOW) am Martin-Luther-Platz habe der Landesbischof über die christliche Zusammenarbeit mit multi-kulturellen Auswirkungen gestaunt und dies als gutes Beispiel in die Landeskirche mitgenommen, berichtete Ohainski.
Die Stimmung trübte ein wenig Klaus Fischer, Vertreter der Landessynode: Er berichtete über ein Energie- und Emissionsminderungskonzept für Gebäude und warnte: „Die Energiekostensteigerungen werden in Zukunft das Heizen der Kirchen fast unmöglich machen.
Das Projekt „Brot für die Welt“ stellte Hans-Günter Gerhold vor. Er bat um Unterstützung des Selbsthilfeprojektes „Der ewigen Dürre trotzen“. Die Anglikanische Kirche unterstütze Kleinbäuerinnen und -bauern in Selbsthilfegruppen dabei, mit besserer Wasserversorgung und angepasster Landwirtschaft.


