WEVG Salzgitter erhöht im Januar den Strompreis
Salzgitter Die WEVG gibt die Kosten der Energiewende nun an ihre Kunden weiter. Ab Januar steigt der Preis um 3,55 Cent je Kilowattstunde.
Die Wasser und Energieversorgung Salzgitter (WEVG) erhöht zum 1. Januar nächsten Jahres ihren Strompreis für Haushaltskunden um 3,55 Cent pro Kilowattstunde. Dies teilte das Unternehmen gestern mit. Gut 50 000 Privat- und Gewerbekunden sind nach Angaben des Versorgers von der Preissteigerung betroffen.
„Es sind vor allem die fremdbestimmten Faktoren, die dazu geführt haben, dass wir unsere Kalkulation überarbeiten und anpassen mussten“, sagt der kaufmännische Geschäftsführer Rainer Krause. Im Wesentlichen handele es sich dabei um Kosten, die die Energiewende verursachen.
So steigt die Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage im kommenden Jahr um 2,01 Cent pro Kilowattstunde. Beinahe verdoppelt hat sich der Umlagebetrag zur Entlastung der stromintensiven Wirtschaft. „Dieser Betrag ist um 0,18 Cent auf 0,39 Cent je Kilowattstunde gestiegen“, informiert Marketing- und Vertriebsleiter Matthias Giffhorn. Hinzu kommt die Haftungsumlage für die Offshore-Windkraftanlagen. „Sie schlägt mit 0,3 Cent je Kilowattstunde zu Buche“, sagt Giffhorn. Der fremdbestimmte Anteil der Stromkosten mache ab Januar damit 74 Prozent aus.
Für eine Familie mit vier Personen und einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden bedeutet dies, eine monatliche Mehrbelastung von 11,82 Euro. Musste die Familie bislang rund 1016 Euro am Ende des Jahres zahlen, steige dieser Betrag auf etwa 1058 Euro. „Je nach Verbrauch ergibt sich so eine Preissteigerung von 13 bis 14 Prozent“, sagt Giffhorn.



