Stadtverwaltung will rasch marode Straße retten
Heerte Die Zingelstraße soll ab April für 800 000 Euro erneuert werden. Doch Anlieger reagierten verschnupft: Sie sollen zahlen.
Torsten Fleige-Lütgering, Fachdienstleiter für Tiefbau und Verkehr, machte vor dem Ortsrat die Dringlichkeit des Vorhabens deutlich. Die vom Werksverkehr stark genutzte Trasse in Heerte zwischen Barumer Straße und Gießereistraße sei nicht nur uneben, allzu eng und von Experten wegen brüchigen, ramponierten und deformierten Asphalts mit knapper Schulnote 4 bewertet worden. Auch Bordsteine und Gossen seien in „einem sehr schlechten Zustand“, sagte Fleige-Lütgering. Zudem entspreche der Straßenaufbau nicht heutigen technischen Anforderungen zu Entwässerung und Frostschutz.
Kopfweh bereitet der Abwasserentsorgung Salzgitter GmbH (ASG) auch der Zustand und die mangelnde Leistungsfähigkeit des 1959 erbauten Regen- und Schmutzwasserkanals. Neben der Erneuerung ist auch eine Verlegung der Rohre um vier Meter vorgesehen, da die Strom- und Telefonleitung künftig unterhalb des Gehwegs entlanglaufen soll. Doch das Vorhaben bezahlen auch die Anlieger: Laut Fleige-Lütgering müssen sie für Neuanschlüsse und Verlängerungen zahlen – rund 400 Euro je Meter. Betroffene Bürger reagierten in der Sitzung spürbar skeptisch. Einer von ihnen befürchtete überhöhte Kosten und eine städtische Deluxe-Lösung, die auf dem Rücken der Bürger finanziert werde.
