Stadt präsentierte Umbauideen für Bahnhofsvorplatz
Lebenstedt Neben drei möglichen Varianten der Stadt, einen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Lebenstedt einzurichten, hat auch die KVG einen Vorschlag.
„Ich kann mir vorstellen, dass diese Variante Vorteile für den Schienenverkehr bringt. Das ist eine Lösung, über die man intensiv nachdenken kann“, antwortete Norbert Wolff vom Zweckverband Großraum Braunschweig auf eine Frage von Wilfried Pollmann (SPD). Der ZGB hatte zuvor im Auftrag der Stadt eine Machbarkeitsstudie für den Bahnhof erstellen lassen. Ziel: den Schienenpersonennahverkehr in Lebenstedt attraktiver zu machen.
Die Machbarkeitsstudie sieht – wie berichtet – einen ZOB auf der Grünfläche gegenüber dem City-Tor (Variante A) vor, parallel zum Bahnsteig (Variante B, bevorzugt von der Verwaltung) oder auf dem heutigen P+R-Platz (Variante C). Alle drei Varianten kosteten sechs Millionen Euro. Bis zu 75 Prozent der anrechenbaren Kosten seien förderfähig. Folglich bliebe für die Stadt ein Eigenanteil von etwa drei Millionen Euro, erklärte Stadtbaurat Michael Tacke bei der Diskussion der Pläne mit der Öffentlichkeit. Die war – abgesehen von Rats- und Ausschussmitgliedern – nur spärlich vertreten. Lediglich eine Handvoll Bürger hatte sich im Ratssaal eingefunden.
Anders als die anderen drei Pläne sieht die von der Kraftverkehrsgesellschaft Braunschweig vorgeschlagene vierte Variante vor allem eine bessere Verknüpfung von Bus zu Bus beziehungsweise Bus zu Innenstadt vor. Sie setzt den ZOB in der Konrad-Adenauer-Straße vor dem City-Tor an. Dieser Idee hatte – wie berichtet – die Stadt bereits eine Absage erteilt. Denn sie verbessere nicht die Anbindung des Busverkehrs an die Bahn, heißt es.
KVG-Geschäftsführer Axel Gierga betonte jedoch, wie wichtig eine attraktive Verknüpfung mit der Einkaufswelt sei. Den Bahnhofsbereich würden täglich 5000 Busfahrgäste sowie 300 Bahnreisende passieren.
Der ZGB-Verkehrsplaner Wolff empfahl der Stadt, bei den Überlegungen zur Bahnhofsumgestaltung Fahrgastbedürfnisse – wie Sicherheitsgefühl und soziale Kontrolle – nicht außer Acht zu lassen. Gleiches gelte für Kosten, die der KVG durch die Umgestaltung entstünden.


