Rocken für Melanie und andere Todkranke
Vier bekannte Salzgitteraner Bands geben Benefizkonzert – Typisierungsaktionen werden unterstützt
LEBENSTEDT. Die leukämiekranke Melanie Jahnke (22) aus Salzgitter-Bad sucht dringend einen Stammzellenspender, der ihr Leben retten kann (wir berichteten). Ein genetischer Zwilling soll mit Hilfe zahlreicher Typisierungsaktionen gefunden werden, die in diesen Tagen stattfinden ( Information). Wer sich dort ein paar Tropfen Blut abnehmen lässt, muss nichts bezahlen. Doch die Untersuchung (Typisierung) des Blutes im Labor kostet 50 Euro, deshalb werden inzwischen in der ganzen Stadt Spenden gesammelt. Das Geld fließt an das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR). Es ist Teil eines weltweiten Netzes, das Kranke und Spender zusammenführt.
Vier der populärsten Bands Salzgitters rocken am kommenden Samstag in der Kulturscheune in Lebenstedt vier Stunden lang für den guten Zweck: Good & Dry, Don’t Beat Bubu, Spieltrieb und Nullbock. "Das ist eine Demonstration unserer Musikszene, dass sie da ist und etwas tut", lobt Ralli Lewitzki vom städtischen Kulturinstitut. Er hat das Benefizfestival organisiert und rät dazu, schleunigst die begehrten Karten zu kaufen ( Vorverkauf).
Warum machen die Musiker mit? Carsten Müller (Good & Dry): "Um Melanie und anderen Kranken zu helfen." Dirk Neumann (Don’t Beat Bubu): "Um darauf aufmerksam zu machen, dass die Stammzellenspende ungefährlich ist." Jens Kehl (Don’t Beat Bubu): "Wir wollen die Massen mobilisieren. Jede Band spricht ein anderes Publikum an." André Mühl (Null Bock): "Wir werden zugeschüttet mit Anfragen für Benefizauftritte. Dieser ist sinnvoll." Die Band hat vom Sponsor FM Siebdruck 300 "Null Bock"-T-Shirts drucken lassen und verkauft sie ebenfalls für die Typisierung. Frank Funk (Spieltrieb): "Wir waren schon auch beim Konzert für die Tsunami-Opfer dabei. Es macht Spaß."