Metaller sammelten 2000 Unterschriften
Lebenstedt Rund 2000 Unterschriften haben Teilnehmer eines IG-Metall-Seminars in der Region gesammelt. Sie fordern die Rückholbarkeit des Atommülls.
Rund 2000 Unterschriften haben Teilnehmer eines IG-Metall-Seminars in nur vier Wochen in der Region gesammelt, um zu protestieren gegen die Nutzung von Schacht Konrad als Lager für schwach- und mittelaktiven Atommüll. Die Listen übergab der Vertrauensleute-Sprecher bei VW in Salzgitter, Björn Harmening, an Norbert Nimbach vom Bundesamt für Strahlenschutz. Der Leiter der Zentralabteilung sagte zu, die Forderung nach Überprüfung der Rückholbarkeit des Atommülls weiterzuleiten an die zuständigen Umweltministerien von Bund und Land.
Mit einem kleinen Demonstrationszug hatten 25 Teilnehmer des Seminars „Atomenergie und Endlagerung – Bedeutung für die Region“ gestern morgen auf die Protestaktion aufmerksam gemacht. Mit Atommüllfässern, Transparenten, Fahnen und Pfiffen zogen die Gewerkschafter durch die Fußgängerzone. „Atomkraft tötet“, mahnten die Konrad-Gegner.
Die Unterschriftenaktion sei im Mai von Seminarteilnehmern initiiert worden, sagte Harmening. Es sei bei weitem nicht der erste Protest der Gewerkschaft gegen Atommülleinlagerung gewesen. Seit mit ministerieller Genehmigung von 2002 und mehrfach gerichtlich zurückgewiesenen Klagen klar ist, dass Konrad bis Ende 2019 zum Endlager für schwach- und mittelaktiven Müll ausgebaut sein soll, werde „das Thema jedoch totgeschwiegen“, kritisierte Harmening.
