Kenntnisse der älteren Mitarbeiter sollen nicht versanden
Salzgitter Die Sozialbetriebe der Salzgitter Flachstahl GmbH bauen für 3,4 Millionen Euro eine neue Werkstatt auf dem Hüttengelände.
Dauerhafter Schichtbetrieb ermöglicht die Stahlproduktion bei der Salzgitter AG. Für die Mitarbeiter bringt das eine Belastung mit sich, der nicht jeder am Hochofen oder im Walzwerk bis zum Rentenalter gewachsen ist.
Die klassische Lösung war bislang Werkschutz oder in der Waschkauen-Verwaltung. „Das sind aber Kollegen, deren Fachwissen wir auch angesichts des demografischen Wandels weiter nutzen wollen“, sagte Arbeitsdirektor Peter Jürgen Schneider.
Deshalb freute er sich über den ersten Spatenstich beim Werkstatt-Neubau der Sozialbetriebe der Salzgitter Flachstahl GmbH. Bei dem symbolischen Akt unterstützten Schneider gestern Michael Kieckbusch, Arbeitsdirektor der Salzgitter Flachstahl, und Roland Staab als Leiter der Sozialbetriebe.
Der Neubau auf dem Hüttengelände schließt eine Lücke, die nach dem Brand der Hauptwerkstatt durch den Verlust der dortigen Arbeitsmöglichkeiten entstanden ist. Doch Staab betonte, dass es nach Fertigstellung im März 2013 weitaus mehr als nur Ersatz geben wird.
In der 2100 Quadratmeter großen Werkhalle können etwa 70 Facharbeiter ihr Wissen bis zum Rentenbeginn einsetzen. „Jetzt wird es unter anderem eine Ultraschallanlage zur Reinigung verstopfter Rollen geben“, so Staab. So könnten Kosten für Neuanschaffungen gespart werden. Außerdem werde die neue Werkstatt auch von Auszubildenden durchlaufen.
„Es gibt in der Verwaltung auch barrierefrei erreichbare Arbeitsplätze für Angestellte mit Handicap“, ergänzte Staab. Das Gebäude-Konzept, an dem auch die bauausführende Firma Goldbeck mitarbeitet, trage den besonderen Bedürfnissen der Beschäftigten Rechnung und sei mit dem Integrationsamt Hildesheim abgestimmt. Die Hauptfürsorgestelle fördere die Werkstatt-Einrichtung mit 600 000 Euro, insgesamt entstehen Investitions-Kosten von 3,4 Millionen Euro.
