Führerhaus des verunglückten Kohleschiffs war ausgefahren
Salzgitter Die Polizei führt menschliches Versagen als Ursache für das Schiffsunglück vom Freitagabend bei Salzgitter-Üfingen an.
Menschliches Versagen ist nach Polizeiangaben die Ursache für das schwere Schiffsunglück am Freitagabend nahe der Schleuse Üfingen. Das Führerhaus sei ausgefahren gewesen, als der Kohlefrachter die Unterseite einer Straßenbrücke rammte, heißt es. „Der Kapitän hat offensichtlich versäumt, darauf zu achten, dass die Höhe des Schiffes für die Höhe der Brücke angepasst wurde“, sagte Martina Stern von der zuständigen Polizeidirektion Hannover am Sonntag auf Anfrage unserer Zeitung.
Bei dem Unfall war das Führerhaus des Kohlefrachtschiffs, das den Namen „Eljo“ trägt und aus Dortmund stammt, völlig zerstört worden. Der 45-jährige Kapitän wurde schwer verletzt. Er war mit seinem Steuermann (53) auf dem Stichkanal Salzgitter in Richtung Mittellandkanal unterwegs. Die Fracht war bereits abgeladen. Beim Passieren der Straßenbrücke der Landesstraße 615 stieß das ausgefahrene Führerhaus des 80 Meter langen und neuneinhalb Meter breiten Gütermotorschiffs gegen 18.15 Uhr an die Brückenkonstruktion. Einer der beiden auf dem Deck geparkten Wagen stürzte dabei in den Kanal und versank.
