Forstamt befürchtet Dammschäden
Gebhardshagen Das Wasser in den Klärteichen des Salzgitter-Höhenzugs steigt. Der Grund ist jedoch unbekannt.
Die Sonne spiegelt sich auf dem Wasser des Reihersees und ein wenig auf dem tiefer liegenden Klärteich I. Der Wald zeigt sich im herbstlichen Kleid. Doch so idyllisch, wie es aussieht, ist es nicht. Das Wasser des tiefer liegenden Klärteiches fließt nicht mehr richtig ab.
„Wir befürchten, dass das Wasser zu sehr steigt und der Damm beschädigt wird“, sagt Forstamtsleiter Werner Brand, Chef des Forstamtes Liebenburg der Niedersächsischen Landesforsten. Er kündigt an, dass der Überlauf, durch den das Wasser in den unteririschen Betonkanal abfließt, erneuert wird. Die Kosten schätzt er auf 40000 Euro.
In den Klärteich I, der mit seinen abgestorbenen Bäumen in Ufernähe nicht ganz so idyllisch wirkt wie der Reihersee, fließt das überschüssige Wasser des höher gelegenen Klärteiches II ab. Beide Gewässer haben aber keinen natürlichen Zulauf.
Schon im vorigen Jahr war im Klärteich I das Wasser so stark angestiegen, dass es abgepumpt werden musste. Der Grund für den Anstieg des Wasserspiegels ist unbekannt. Werner Brand: „Vermutet wird ein Anstieg des Grundwassers, da ja beide Klärteiche kein anderes Wasser erhalten.“
Diese Teiche nahmen früher das Wasser aus der ehemaligen Erzaufbereitungsanlage Calbecht auf. Das ist zwar vorbei, dennoch sind die sie stets gut gefüllt. Sie speisen mit dem überschüssigen Wasser sogar noch den Klärteich III, den Heerter See. Das erfolgt vom Überlauf des Klärteiches I aus. Das Wasser fließt weiter durch die unterirdischen Betonkanäle in Richtung Gebhardshagen bis zum Heerter See, der ebenfalls keinen natürlichen Wasserzulauf hat und deshalb diese Wasserzuführung aus den Klärteichen im Höhenzug benötigt. Deutlich wird dabei, dass die Bergleute vor Jahren ein ausgeklügeltes System geschaffen haben.
Der Forstamtsleiter berichtet, dass nun Angebote für die Erneuerung des Überlaufs eingeholt werden. „Vor Weihnachten sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“, sagt er.
Michael Buntfusz vom Fachdienst Umwelt der Stadt begleitet diese Maßnahme und unterstützt das Forstamt bei der Planung nach den rechtlichen Bestimmungen. Für ihn ist wichtig, dass diese Klärteichbiotope auch weiterhin erhalten bleiben.



