Bestseller-Verfilmung spielt in Salzgitter
Salzgitter Die derzeitige Verfilmung des Bestsellers „Einmal Hans mit scharfer Soße“ spielt in Salzgitter. Gedreht wird allerdings – in Elmshorn.
Produktionsleiterin Beatrice Hallenbarter sagt, dass die Handlung des Buches adaptiert werde – das bedeutet, dass nicht alles exakt so passiert, wie im Buch, „im Film ist alles anders“, sagte sie unserer Zeitung. Original spiele die Handlung auch in Wuppertal und Berlin, sagte Hallenbarter. Nun habe aber die Hamburger Filmgesellschaft Wüste Media die Dreharbeiten übernommen, und deshalb drehe man lieber in der Nähe.
Man brauchte einen Ort, wo viele Immigranten lebten und der in der Nähe von Hamburg liege, sagte sie. Und so sei man auf Salzgitter gekommen. Elmshorn in Schleswig-Holstein ist aber noch näher dran, deshalb wird dort gedreht. Elmshorn soll nämlich durchaus Ähnlichkeiten mit Salzgitter haben. Außerdem sind Dibbersen und Marschacht ausgesucht worden.
Das Buch „Einmal Hans mit scharfer Soße“ ist rund 300 000-mal verkauft worden. Es handelt von der Journalistin Hatice (Idil Üner). Sie möchte ihren Eltern ihren deutschen Freund (Janek Rieke) vorstellen, aber ausgerechnet an diesem Tag streitet sie mit ihm. Sie kommt allein zu ihrer Familie, die deshalb schockiert ist. Verzweifelt bestimmt Hatices Vater Ismail (Adnan Maral), dass Tochter Fatma (Sesede Terziyan) erst heiraten darf, wenn die ältere Hatice unter der Haube ist.
Ein Schock für Fatma, denn sie ist schwanger – und es ist eine Frage der Zeit, wann ihr Bäuchlein zu sehen ist. Wenn Fatma auf Hatice warten muss, ist sie verloren. Der Schwester zuliebe macht sich Hatice auf die Suche nach einem Mann. Auch Abla (Demet Gül) und Fatma versuchen, ihr türkische Männer schmackhaft zu machen. Aber türkische Männer kommen für sie nicht in Frage, und die Deutschen sind ihr oft zu langweilig. Sie braucht halt einen Hans mit scharfer Soße.
Der Film wird seit 25. September bis 26. Oktober gedreht. Wann er ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest – nur dass er im Ersten zu sehen sein wird. Die Regie hat Buket Alakus, der die Autorin Hatice Akyün „türkische Seele und deutsches Handwerk“ bescheinigt.
