Bei Hallendorfs Wehr besteht großer Handlungsbedarf
Hallendorf Es sind nicht die Schuhe, die der Hallendorfer Feuerwehr zu klein wurden. Es ist ihr Gebäude. Davon überzeugte sich nun auch der Fachausschuss.
Der Weg zur jüngsten Sitzung war für die Mitglieder des Ausschusses für Feuerwehr und öffentliche Ordnung nicht ganz einfach. Um in den Schulungsraum des Hallendorfer Feuerwehrhauses zu gelangen, mussten die Teilnehmer erst durch die Fahrzeughalle gehen – und die ist ziemlich schmal.
Doch die räumliche Enge ist nicht das einzige Problem des Gebäudes, das einst als Garage für den benachbarten Luftschutzbau diente. „Die Wehr hat das Haus, das zwischenzeitlich eine Gaststätte war, im Jahr 1966 übernommen und seitdem mehrfach umgebaut“, berichtete der frühere Ortsbrandmeister Wolfgang Wöckener.
Besitzer aber blieb stets das Bundesamt für Immobilienverwaltung, das auch für den Bunker verantwortlich ist. „Wir zahlen nach der jüngsten Mieterhöhung jährlich etwa 1200 Euro“, erklärte Fachgebietsleiter Martin Mann. Alle Instandsetzungsarbeiten – auch am Bunker – müsse aber die Stadt Salzgitter leisten.
Und da würde nach Meinung von Wöckener und dem jetzigen Wehrführer Christian Rapp einiges zusammenkommen. Die Isolierung sei nicht mehr zeitgemäß und selbst im Sommer müsse geheizt werde, weil das Gebäude fast ständig im Schatten des Bunkers liege. Zudem gebe es diverse undichte Stellen.
„Unsere 26 Aktiven können ihre Ausrüstung nicht alle wie vorgeschrieben im Haus aufbewahren, auch der Schulungsraum ist oft zu eng“, erzählte Ortsbrandmeister Rapp. Und die Fahrzeughalle, so Mann, werde spätestens bei der nächsten Fahrzeuggeneration zu schmal.
Ausschuss-Vorsitzender Peter Ramacher und die übrigen Mitglieder des Gremiums sahen durchaus Handlungsbedarf. Die Politiker schienen der Auffassung zu sein, den bestehenden Mietvertrag mit dem Bundesamt zu kündigen und Ersatz zu finden. Das Problem: Wo in Hallendorf gibt es eine geeignete Fläche oder Immobilie für ein neues Feuerwehrhaus?

