Als THWler am „Wunder“ beteiligt
Salder Der Salzgitteraner Hans Wingerning war beim Grubenunglück 1963 in Lengede im Einsatz.
„Wenn ich tot bin, weiß keiner mit den Bildern etwas anzufangen.“ Deswegen entschied sich Hans Wingerning (75) aus Salzgitter-Salder, Fotos zu veröffentlichen, die er während seines Einsatzes als THW-Helfer beim Grubenunglück in Lengede machte.
2013 jährt sich das als „Wunder von Lengede“ bekannte Ereignis zum 50. Mal. Die Gemeinde Lengede lädt jedes Jahr zur Gedenkfeier ein. Es kommen immer wieder auch einige der damals Geretteten. Aus deren Kreisen war und ist oft sinngemäß zu hören: Das Wunder haben wir den Rettern zu verdanken; sie sollten mehr im Mittelpunkt stehen.
Ein Kollege schrieb später seine Erinnerungen auf. Daraus geht hervor, dass dem THW bei der Rettung unter Tage zunächst keine große Rolle zugedacht gewesen sei. Doch da die Rettungsbohrungen und andere Arbeiten auf freiem Feld stattfanden, musste Pionierarbeit geleistet werden. Der THW baute Knüppeldämme für die schweren Lastwagen, sorgte für Strom und Licht, stellte Zelte auf, baute Gerüste.
Regelmäßige Treffen der Retter von 1963 gebe es nicht mehr, bedauert Wingerning. Von seiner damaligen THW-Mannschaft sei neben ihm nur noch einer am Leben. Die Erinnerung sei immer wichtig.
Für die Gedenkfeier 50 Jahre nach dem „Wunder von Lengede“, bei dem auch viel Bergleute starben, hat Hans Wingerning der Gemeinde Lengede schon konkrete Vorschläge gemacht. Für ihn steht fest: „Wenn ich eine Einladung bekomme, gehe ich hin – wenn ich kann.“


