Was der „Kuh-Poet“ zu erzählen hat
Bortfeld Gemeinsamer Nachmittag der Landfrauen von Vechelde und Wendeburg
Mal erzählt er auf Platt, mal auf Hochdeutsch – und eine Geschichte ist schöner als die andere: Matthias Stührwoldt, „Kuh-Poet“, wie er sich selber nennt, aus Stolpe im Kreis Plön, unterhielt gestern in Bortfeld die Landfrauen von Vechelde und Wendeburg mit Geschichten vom Land und vom Leben.
Die Geschichten sprudeln nur so aus Matthias Stührwoldt heraus – und vom Fleck weg hat er die Sympathien der Landfrauen. Da wird gelacht, schmunzelt und genickt, wenn er – erfrischend frei redend – davon erzählt, wie er als Knirps ins Krankenhaus musste, seine Mutter ihn deshalb von einem Tag auf den anderen nicht mehr stillen konnte und er bei den Krankenschwestern „titti hab´n“ forderte.
Oder von der Uhr auf dem Wohnzimmerschrank von Oma und Opa, die mit festen Zeiten deren Leben bestimmte: Morgens um zehn zog die Oma sie auf, mit dem Glockenschlag abends um zehn schaltete die Oma unerbittlich den Fernseher aus – auch wenn James Bond noch nicht fertig war.
Er hat auch eine rührende Geschichte dabei, wie er selbst die ersten plattdeutschen Sätze sprach: Während die Kinder immer dazu angehalten wurden, „ordentlich“, nämlich Hochdeutsch zu sprechen, ging es an jenem Tag genau andersherum: Die Schokolade gab´s erst bei ordentlichem Platt..


