Trauerfeier für tödlich verunglückten Feuerwehrmann
Vechelade Nach dem tragischen Verkehrsunfall verabschiedeten sich am Samstag rund 470 Freunde, Bekannte und zahlreiche Kameraden von Manuel Wachowiak.
Langsam füllte sich die kleine Turnhalle am Sportplatz. Viele Feuerwehrfahrzeuge hatten vor dem Gebäude geparkt, in den Nebenstraßen reihte sich ein Auto an das andere. In kleinen Grüppchen standen die Feuerwehrleute und Freunde im Freien zusammen. Viele atmeten noch einmal tief ein, bevor sie die Halle betraten. Neben dem Rednerpult erinnerten ein Bild und eine Lederkutte mit vielen Aufnähern an den Verunglückten. Die Fahnen der Gemeinde und des Deutschen Feuerwehrverbandes waren aufgehängt worden.
Zwar waren unzählige Stuhlreihen und Bänke aufgebaut worden, doch bekamen längst nicht alle Anwesenden einen Sitzplatz. Gedankenverloren saßen die vielen Feuerwehrleute in Uniform auf ihrem Platz, versteinert, fassungslos.
Langsam und mit leiser Stimme kündigte Bürgermeister Hartmut Marotz das erste Musikstück an, das an diesem Tag gespielt werden sollte. Nach „Méditation“ von dem Komponisten Jules Massenet trat der Bürgermeister erneut ans Pult und erinnerte an den Unglücksmontag, schilderte seinen Eindruck von der Unfallstelle an der B 65 zwischen Sierße und Dungelbeck, die er noch am Montagabend besucht hatte. Marotz, der Manuel Wachowiak persönlich kannte, erinnerte sich an Treffen mit dem Vechelader beispielsweise bei den Volksfesten. „Er war ein lebenslustiger Mensch, hatte eine individuelle Persönlichkeit“, berichtete der Bürgermeister - und es schien, als würden ihm viele zustimmen. Ein Lächeln huschte über viele Gesichter, andere nickten gedankenverloren. Marotz sprach von dem kräftigen Rocker mit dem weichen Kern.
Im Anschluss sprach Gemeindebrandmeister Peter Splitt. Mit dünner Stimme schilderte er den Montagabend aus seiner Sicht. „Mir gingen tausend Fragen auf der Fahrt zur Unfallstelle durch den Kopf: Wer kann es sein? Da muss doch noch etwas zu machen sein?“ Doch an der Unfallstelle angekommen, verpufften diese Gedanken schlagartig – es war für jede Hilfe zu spät. Er erinnerte sich an den mit seinen Worten „großen Wikinger“, der einmalig und über die Ortsgrenzen hinaus bekannt war. „Er war immer nett, immer hilfsbereit, immer da!“
