Torbogen, Begrüßungsschilder oder beides – Was wollen Sie?
Vechelde „Jede der 17 Vechelder Ortschaften sollte Begrüßungsschilder an den Ortseinfahrten bekommen“: Das schlägt unser Leser Georg Körber aus Denstorf vor.
Körber hält die Schilder für eine bessere Idee als die von Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz: Der Verwaltungschef hat angeregt, einen Torbogen auf der Freifläche am Vechelder Bahnhof zu errichten mit allen 17 Ortswappen der Gemeinde (wir berichteten) – diese Idee ist von der Gemeindepolitik bereits für gut befunden worden.
Der Hintergedanke ist bei Körber und Marotz der gleiche: Am 1. März 1974 ist die Gemeinde entstanden; so soll am 1. März 2014 zum 40-jährigen Geburtstag ein Projekt verwirklicht werden, bei dem sich alle 17 Ortschaften der Kommune wiederfinden – entweder der Torbogen oder doch die Begrüßungsschilder?
Das sagt Georg Körber
•Sollte der Torbogen am Vechelder Bahnhof errichtet werden, „wird wieder einmal nur der Kernort berücksichtigt und die anderen Vechelder Ortschaften gingen leer aus“. Bei seiner Idee hingegen würden alle 17 Ortschaften bedacht. „Ein Gemeinschafts- oder Gemeindegefühl lässt sich auch durch die Begrüßungsschilder fördern, zumal wenn sie überall von der gleichen Machart sind“, ist der 71 Jahre alte Rentner überzeugt. Zudem würde die Gemeinde mit den Schildern mehr Menschen erreichen als mit dem Torbogen. Körber schlägt Begrüßungsschilder im Stile der in Broitzem vor. Die Vechelder Ortschaften, die bereits Schilder (in einem Häuschen) haben, könnten entweder mit dem Ortswappen nachgerüstet oder durch neue Begrüßungsschilder ersetzt werden.
•Die Freifläche am Bahnhof schätzt Körber als „nicht prädestiniert“ als Standort für den Torbogen ein, da „durch die Umgehungsstraße der meiste Verkehr um Vechelde herumgeleitet wird“. Die Autofahrer könnten zudem den Torbogen nicht genug als „Hingucker“ wahrnehmen, da „die Ein- und Ausfahrt der PKW-Unterführung an der Hildesheimer Straße nicht unproblematisch ist“. Auch die Bahnreisenden werden den Torbogen „im Vorbeifahren kaum wahrnehmen“. Ein besserer Standort für einen Torbogen wäre laut Körber der Rathausbereich – der liege nicht so abgelegen wie am Bahnhof.
Um den Bekanntheitsgrad der Kommune zu erhöhen, „könnte die Gemeinde Schulen in einem kleinen Wettbewerb um Vorschläge bitten“, sagt Körber weiter.
Das sagt Hartmut Marotz
Bürgermeister Hartmut Marotz hingegen sieht den Torbogen als „Alleinstellungsmerkmal“ der Kommune: „So etwas kann kreisweit keine andere Gemeinde bieten.“ Der Verwaltungschef argumentiert so:
•Der Torbogen mit den Ortswappen drum herum auf dem Erdboden weise auf die ehemalige Bundesstraße 1 (Hildesheimer Straße) hin, die im Mittelalter ein ganz wichtiger Handelsweg gewesen sei.Der Bogen werde von der „geraden Hildesheimer Straße“ bereits von weitem zu sehen sein. Vor diesem Hintergrund sei die Freifläche auch genau der richtige Platz. Der Torbogen würde dort am Bahnhof noch mal einen städtebaulichen Akzent setzen, wäre ein echter „Hingucker“.
•Unabhängig vom Torbogen könnten aber auch noch Begrüßungsschilder an den Ortseinfahrten der Ortschaften aufgestellt werden. „Das ist aber Sache der Ortsräte: Sie entscheiden, ob sie das wollen.“ Torbogen und Begrüßungsschilder schlössen sich einander jedenfalls nicht aus, da der Hintergedanke nicht der gleiche sei.
•Der Torbogen soll Marotz zufolge zumindest überwiegend mit Sponsorengeldern bezahlt werden. „Das ist bei den Begrüßungsschildern dagegen schwierig, da sie kein Alleinstellungsmerkmal sind.“
