Streusalz – Stadt und Landkreis haben den Vorrat erhöht
Peine Stadt und Landkreis Peine sind nach eigener Aussage bereit: Der Winter kann kommen.
Unsere Zeitung fragte jeweils bei der Stadt und dem Landkreis Peine nach dem Stand der Vorbereitungen für den Winterdienst.
Wer ist zuständig?
Stadt: Geräumt werden durch die Städtischen Betriebe die Straßen des Stadtgebietes in der Reihe der Dringlichkeitsstufen.
Landkreis: Auf Kreisstraßen im Bereich der freien Strecken, also zwischen den Ortschaften, ist der Landkreis Peine zuständig. Kreisstraßen innerhalb von Ortsdurchfahrten fallen in die Zuständigkeit der jeweiligen Gemeinden, wobei der Landkreis diese Aufgabe freiwillig mit übernimmt. Ausnahmen gibt es im Bereich von Teilen des städtischen Kreisstraßennetzes, hier übernimmt die Stadt die Aufgabe selbst.
Wer steht bereit?
Stadt: Es stehen 3 Großfahrzeuge mit modernen Streuautomaten zur Verfügung sowie 4 Kleinschlepper. Zusätzlich können Landwirte des Maschinenrings in den Ortschaften räumen. Die Mitarbeiter der Städtischen Betriebe werden natürlich auch in sogenannten Handkolonnen unterwegs sein.
Rund 80 Mitarbeiter gehören zur Winterbereitschaft, die in Teams mit je 20 Personen in Früh- und Spätschichten arbeiten.
Landkreis: 6 Fahrzeuge für Straßen, 3 für Radwege, 18 Straßenwärter, 3 Fremdunternehmen.
Stand der Vorbereitungen?
Stadt: 400 Tonnen Streusalz, 150 Tonnen Sand-Salz-Gemisch und 25 Tonnen Feuchtsalz befinden sich in den Lagern der Städtischen Betriebe. Überdies lagern 200 Tonnen Salz fest reserviert beim Zulieferer.
Landkreis: Die Salzhalle ist gefüllt. Das neue Silo wird noch befüllt. Gesamtmenge circa 850 Tonnen Salz.
Rückschlüsse aus Vorjahren?
Stadt: Das ist unter anderem die zusätzliche Salzsicherung beim Zulieferer. Es wurde eine Früh- und eine Spätbereitschaft eingerichtet, um die Mitarbeiter zu entlasten, falls ein Einsatz über den ganzen Tag und teilweise während der Abend- und Morgenstunden erfolgen muss.
Landkreis: Aufgrund der Winter mit hohem Salzverbrauch 08/09, 09/10 und 10/11 wurden die Richtlinien zur Salzlagerhaltung geändert. Die Lagerkapazitäten wurden angepasst.
Pläne für extremes Wetter?
Stadt: Der Bereitschaftsführer macht nächtliche Kontrollfahrten durch die Stadt. Bei Bedarf werden die anderen Kollegen per Mobiltelefon informiert.
Und wenn ab 3 Uhr geräumt wurde, stehen den meisten Einwohnern, die morgens zur Arbeit fahren, freie, verkehrssichere Straßen zur Verfügung. Zum normalen Dienstbeginn stehen dann weitere Mitarbeiter zur Verfügung.
Landkreis: Die Einsatzpläne decken alle Wetterlagen – Wetterkatastrophen ausgenommen – ab.
Kosten in den Vorjahren?
Stadt: Die Gesamtkosten für den Winterdienst lassen sich immer schwer beziffern, da die Personalkosten einen großen Prozentsatz ausmachen. Für den erwarteten Salzverbrauch sind im Haushalt 50 000 Euro eingestellt.
Landkreis: Zwischen 30 000 und 100 000 Euro für Salz und Fremdunternehmen.

