Schwerverletzter nach Unfall auf A2 – LKW rammte Hubwagen
Peine Ein LKW rammt einen Hubwagen, ein Arbeiter stürzt in die Tiefe. Nach einem Unfall auf der A2 staute sich der Verkehr zeitweilig auf 20 Kilometern.
Nach Angaben der Autobahnpolizei Braunschweig war der gerammte Hubwagen im Einsatz für Wartungsarbeiten an einer Signalbrücke der Verkehrsbeeinflussungsanlage. Der Unfall ereignete sich gegen 14.10 Uhr zwischen den Ausfahrten Peine und Braunschweig-Watenbüttel in Fahrtrichtung Braunschweig. Der 63 Jahre alte Fahrer eines mit Abfall beladenen 40-Tonners aus dem Emsland übersah das zur Sicherung des Hubwagens eingesetzte Absperr-Fahrzeug und fuhr nahezu ungebremst auf.
Ein Polizeisprecher beschrieb den Hergang so: „Nachdem der LKW auf das Absperr-Fahrzeug aufgefahren war, schleuderte er zunächst über den mittleren und linken Fahrstreifen, kam dann leicht nach rechts ab und flog gegen den Hubwagen.“ Der Arbeiter, der sich auf dem Hubwagen gerade mit dem Förderkorb nach oben bewegte, stürzte aus etwa fünf Metern Höhe auf die Schutzplanke und zog sich dabei lebensgefährliche innere Verletzungen zu.
Der 59-Jährige wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt mit einem Rettungshubschrauber in die Medizinische Hochschule Hannover geflogen. Der LKW-Fahrer und der Fahrer des Absperr-Fahrzeugs blieben unverletzt. Die Aufräumarbeiten dauerten bis gegen 20 Uhr an, inzwischen ist die A 2 wieder geräumt.
Die Autobahn musste in Richtung Berlin bis 16.45 Uhr voll gesperrt werden. Danach wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Zeitweilig meldete die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen 20 Kilometer Stau zwischen Lehrte-Ost und Braunschweig-Watenbüttel. Am Unfallort waren die Berufsfeuerwehr Braunschweig und die Freiwillige Feuerwehr Peine im Einsatz.
Die Polizei beziffert den Sachschaden auf mindestens 150.000 Euro. Nach ihren Ermittlungen war die Baustelle zum Unfallzeitpunkt vorschriftsmäßig abgesichert. Weshalb der LKW-Fahrer das Hindernis trotzdem übersah, sei bislang ungeklärt.


