Musik für feine Gäste im Kunsttreff Abbensen
Abbensen Das „Undecided Orchestra“ begeisterte im ausverkauften Saal des Kunsttreffs Abbensen mit Musik der 1920er und 1930er Jahre.
Nur eines fehlte beim Konzert des „Undecided Orchestra“ aus Braunschweig im Kunsttreff Abbensen: Platz zum Tanzen. Denn der Saal war ausverkauft. An beschwingter Musik und einem begeisterten Publikum mangelte es jedoch keineswegs.
Das „Undecided Orchestra“ spielt die passende Musik für feine Gäste. Davon konnten sich auch die 100 Besucher überzeugen, die sich am Sonntag im Kunsttreff Abbensen eingefunden hatten. Zu Gast waren neun Musiker im Frack, der zehnte trug eine weiße Smoking-Jacke. Und die einzige Musikerin war in einem Abendkleid gekommen. Und was spielten sie? Ballroom-Jazz, Musik der 20er und 30er Jahre, auch „Hot Dance Music“ genannt, zu der damals auch getanzt wurde.
Auch Axel Schwedhelm, der mit humorvollen Erläuterungen durchs Programm führte, forderte in Abbensen die Zuhörer zum Tanzen auf. Doch dafür war kein Platz, denn der Saal im Obergeschoss des historischen Gebäudes, war ausverkauft.
Rosemarie Deyerling, Vorsitzende des Kunsttreffs, hatte die Besucher begrüßt und ihnen „einen beschwingten Abend“ gewünscht. Ihr Wunsch ging in Erfüllung.
„Undecided“, was so viel wie „unentschlossen“ heißt, spielte folglich vieles: Swing, Charleston, Ragtime, Blues und Titel der „Comedian Harmonists“ wie „Ich lass mir meinen Körper schwarz bepinseln“ oder „Mein kleiner grüner Kaktus“ mit geradezu juchzender Spielfreude.
Zwei Musiker hatten ein Heimspiel: der Trompeter Charly Boelmann, der in Eixe zu Hause ist, und Hermann Müller aus Abbensen. Der Manager des Orchesters bot im „Temptation Rag“ eine begeisternde Show, indem er auf seiner Tuba spielend durch die Stuhlreihen ging.
Zum Höhepunkt des Konzerts wurde der Tango „Oh donna Clara“. Hier bildeten der Sänger Ulfert Beiß, der Saxophonist und Klarinettist Axel Schwedhelm und der Posaunist Ansgar Brauner ein Quartett mit der Pianistin Mona Seydel, die dieses Stück auf dem Akkordeon spielte. Mona Seydel war zuvor auch als Gesangssolistin umjubelt worden.
Zu den weiteren Solisten gehörten an diesem Abend Andi von Cossel (Saxophon und Klarinette), Bernd Hübner (Saxophon und Klarinette), Harald Frey (Trompete), Klaus Bätcke (Gitarre und Banjo) sowie Dieter Manss am Schlagzeug.
Das Publikum dankte dem Ensemble mit Klatschmärschen und erhielt als Zugabe den wunderbaren Titel „Dream a little dream of me“.


