Millionen-Bau an IGS Lengede sichert weitere Jahrgangsstufe
Lengede Bis Sommer 2013 soll der Erweiterungsbau für rund 3,5 Millionen Euro an der IGS Lengede fertiggestellt sein. Geplant ist zudem noch eine Oberstufe.
„Genau ein Jahrgangshaus fehlte uns noch, damit alle Jahrgänge im Sekundarbereich I ihre für das Lernen und die Bildung so wichtige Lernheimat haben“, freute sich Schulleiter Jan-Peter Braun bei der Grundsteinlegung über den Erweiterungsbau. Er kritisierte allerdings auch, der Bau sei gegenüber dem im Antragsverfahren der Landesschulbehörde vorgelegten Raumplanungskonzept deutlich kleiner ausgefallen. Es sei insbesondere an Räumen für Förderschullehrkräfte, Sozialpädagogen, die Schülervertretung, Lehrerzimmer, Büros und Werkstätten für den Hausmeister gespart worden.
Die Erweiterung umfasse fünf allgemeine Unterrichtsräume, eine Bücherei, einen Musikraum mit Übungsraum, Kunst- und Werkräume, ein Lehrerzimmer, sowie die erforderlichen Sanitär- und Erschließungsbereiche. Ein Aufzug sichere den Zugang aller Räume des Erweiterungsbaus für behinderte Schüler.
Geht es nach Braun, endet mit dem nun in Angriff genommenen Bauprojekt das Wachstum seiner Schule noch nicht: „Für die Oberstufe muss eine Lösung gefunden werden, ob durch Änderungen im Bestand oder einen Neubau.“ Für ihn sei eine Gesamtschule ohne Oberstufe undenkbar, macht Braun klar.
Der Schulleiter sieht sich in seiner Forderung durch die Schülerzahlen bestätigt. „Im Augenblick gibt es deutlich mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden sind. Es kommen vermehrt Schüler auch aus Wendeburg.“ Von dort kämen nach anfänglich kritischer Haltung nun vor allem positive Rückmeldungen.
Auf Schüler aus dem benachbarten Salzgitter – dort waren Pläne für eine zweite IGS gescheitert – für eine Oberstufe zurückzugreifen, sei denkbar, so Braun. Er erwarte aber, dass von benachbarten Realschulen sowie der Oberschule in Wendeburg ausreichend Schüler zur Oberstufe wechseln würden.
Auch Lengedes Bürgermeister Hans-Herrmann Baas sagt: „Wenn es die Schülerzahlen hergeben, geht die Gemeinde Lengede davon aus, dass eine Oberstufe eingerichtet wird.“ Das sei ein Anliegen der Lengeder Lokalpolitik. „Und in diesem Fall sollten die ’Schubladenplanungen‘ so weit vorbereitet sein, dass es nicht wieder drei Jahre Planungszeit erfordert“, mahnt Baas. Eine Oberstufe könnte nicht im Bestand untergebracht werden, ist sich Baas sicher, eine erneute Erweiterung wäre notwendig. „Ich habe mir den Lageplan angesehen, Fläche dafür ist noch vorhanden.“
Damit sei die IGS Lengede eine sinnvolle Ergänzung zu den Schulzentren in den beiden Nachbargemeinden Ilsede und Vechelde, sagt Lengedes Bürgermeister.
