Mick Hart traf den Nerv des Publikums
Gadenstedt Seit zwei Jahren ist der australische Musiker Mick Hart wieder einmal auf Europa-Tournee. Zum dritten Mal gastierte er in Gadenstedt.
Mick Hart griff bei seinem Konzert in der Alten Stellmacherei in Gadenstedt immer wieder in einem derart atemberaubendem Tempo in die Saiten, dass man meinte, sie würden gleich in Flammen aufgehen. Das Repertoire ging von eigenen Liedern über Rock- und Blues-Klassikern bis hin zu modernen Pop-Songs. Doch Hart ging es nicht nur um Musik: „Lasst uns ein bisschen Woodstock machen“, rief er ins Publikum. Kein Problem: Die Zuschauer klatschten und sangen mit.
Das war ihm wichtig, dem Sänger und Songwriter Mick Hart: „Wir wollen gemeinsam Musik machen. Klatscht mit, singt mit“, rief er immer wieder und traf damit genau den Nerv des Publikums. Und das machte mit, immer wieder, über zweieinhalb Stunden lang. Und dabei versetzte der quirlige Australier seine Gäste allein mit Stimme, Gitarre, Mundharmonika und einem Weissenborn unter Feuer. Gerade mit dem Weissenborn, einem akustischen Instrument, das wie eine Slide-Gitarre auf den Knien gespielt wird und ein besonderes, fast orientalisch anmutendes Klangspektrum hat, schaffte Hart eine ganz eigene Konzert-Atmosphäre.
Viele Stücke seiner neuen CD „Side by Side Tour“ hatte der in Sydney lebende Australier mitgebracht: Von gefühlvollen Balladen bis hin zu poppigen Songs. Hart spielte mit seiner unverwechselbar rauchig-harten Stimme aber auch Lieder von Bob Dylan über Coldplay, Leonard Cohen, Van Morrison bis hin zu REM. Das machte er zweieinhalb Stunden lang mit Volldampf. Das Publikum dankte es ihm mit ausdauerndem Beifall – mehrere Zugaben.



