Liebeswertes Liebeslesen: Leseabend in der Kirche
Vechelde Vechelder Theatergruppe Wellenbrecher amüsiert Publikum mit Gedichten und Geschichten beim Leseabend zum Thema „Liebeslesen“.
Moderne Romane, heitere Gedichte, eigene Geschichten. Das Programm beim Leseabend der Vechelder Theatergruppe Wellenbrecher war vielfältig, eins hatten die elf Vorträge in der Christuskirche allerdings gemeinsam: Das Motto der Elterngruppe des Kindergartens Arche Noah lautete „Liebeslesen“.
Die 70 Gäste warteten gespannt auf die erste Präsentation zu „Papa erklär mir die Welt“ von Pierre Frankh. Doch zunächst traten Franziska Poetsch und Anke Lengnick in Erscheinung: Schnell wurde klar, die beiden Frauen würden durch den Abend führen. Gekonnt betteten die beiden die Teilnehmer und ihre Vorlesungen ein, erzählten dennoch ihre eigene Geschichte - ein Theaterstück in Theaterstücken.
Poetsch und Lengnick spielten Freundinnen, die sich für einen Partyabend verabredet hatten, doch irgendwie versackten, in Erinnerungen schwelgten, über die Liebe sprachen - und so immer wieder den Zugang zu den einzelnen Vorträgen fanden. Wie war das doch gleich beim ersten richtigen Verliebtsein? Die Antwort gaben Sabrina Tschauder und Maren Banasiewicz, die für das Werk von Frankh die Rolle des Vaters und der Tochter übernahmen.
Immer wieder veränderten die Teilnehmer das Bühnenbild: So saßen Kerstin und Stefan Jasper beispielsweise in Sesseln, hatten kleine Klapptische für den Laptop aufgebaut und spielten mit Hilfe dieser Requisiten Passagen aus Daniel Glattauers „Gut gegen Nordwind“ nach. In diesem Stück kommunizieren die Rollen ausschließlich per E-Mail.
Isa und Stefan Groth vergnügten das Publikum mit Loriots „Feierabend“.
Für die musikalische Untermalung sorgten ebenfalls überwiegend Eltern: Die Mütter Brigitta Saal und Meike Schumacher wurden von Ralph Meyer unterstützt.
Nach der Premiere in der Kirche gehen die Wellenbrecher nun auf eine kleine Tour und stellen ihr Programm unter anderem in der Peiner Kreisbücherei, im Kreismuseum und beim Lengeder Kulturverein vor. „Es ist toll, wie sich die Gruppe entwickelt hat und die Menschen gewachsen sind“, freute sich Koordinatorin und Erzieherin Birgit Beyer. (Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Printausgabe am Montag.)
