Kreischsägen punkteten beim Bültener Publikum
Bülten Die Kreischsägen aus Bülten sangen für die Renovierung der Orgel der Markuskirche im Gotteshaus. Und brachten den ganzen Ort auf die Beine.
Die Plätze in der Markuskirche waren ausverkauft. Die zehn Sänger, mit ihrem typischen Strohhut, eben der „Kreissäge“, um ihren musikalischen Leiter Dieter Pelzer gehören zum Bültener Urgestein. Das Programm bot, locker und fidel dargebracht, alles vom Volkslied bis zum Pop. Darunter solche Klassiker wie „Aber bitte mit Sahne“ oder „Dschinghis Khan“. Für musikalische Abwechslung sorgten mit stimmlichem Potenzial die beiden jungen Sängerinnen Kim und Julia Bienas mit „Sag mir, wo die Blumen sind“, dezent begleitet von den Kreischsägen.
Die Stimmung war super bis zum Auftritt der beiden als bekannt angekündigten Harzer Humoristen Gerhard Becker und Manfred Gerike. Besser gesagt waren es zwei Gedichteschreiber, die die Publikums-Lachmuskeln zu aktivieren versuchten. Gerhard Becker war akustisch schlecht zu verstehen, was nicht an der Tontechnik lag. Wenig Applaus, das Publikum schien gelangweilt. Dann noch mehr Gedichte mit Manfred Gerike. Nun ja, Gerike war jedenfalls stimmlich präsent und etwas abgeklärter als sein Harzer-Kollege. Dafür gab es etwas mehr Applaus.
Das Publikum aber wollte die Kreischsägen hören. Und die punkteten dann auch noch mal gut disponiert mit unter anderen „Zwei kleine Italiener“ und „Ich fahr mit der Lambretta“. Das Publikum war versöhnt und spendete viel Beifall, der von Herzen kam. Und wieder einmal war Musik mehr als viele Gedichte sagen können.
