In Klein Lafferde kam die Post nicht an
Klein Lafferde Einige Bürger in Klein Lafferde wunderten sich, als sie mehrere Tage keine Post bekamen. Das Unternehmen räumt Probleme bei der Zustellung ein.
Bei Fußball hört der Spaß auf! Das gilt zumindest für Peter Wienhold, der sein geliebtes Fußballmagazin nicht wie üblich am Donnerstag, sondern erst am Montag danach erhielt. Auch andere Bürger in Klein Lafferde erhielten keine Post.
Wie so oft, ist für manche der Ortsbürgermeister der erste Ansprechpartner in solchen Angelegenheiten.
„Ich habe die Information an die Gemeinde weitergegeben, damit die auch Bescheid wissen, falls da jemand anruft“, erzählte am Donnerstag Klein Lafferdes Ortsbürgermeister Reiner Lambrecht. Die Gemeinde Lengede habe dann bei der Post nach der Ursache für die Probleme gefragt.
Ein Sprecherin der Post bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass es Probleme bei der Zustellung gegeben habe. Für eine detaillierte Stellungnahme war der für das Gebiet zuständige Post-Sprecher am Donnerstag nicht zu erreichen. So konnte bisher nicht geklärt werden, ob die Probleme möglicherweise ihre Ursache im Ausfall des für Klein Lafferde üblicherweise zuständigen Postboten haben.
Anwohner berichteten, dass ihr gewohnter Postausträger offensichtlich nicht im Dienst gewesen sei. Reiner Lambrecht hat daher eine Theorie, warum einige Bürger in Klein Lafferde ihre Post bekamen, andere an mehreren Tagen dagegen nicht. Der Ortsbürgermeister vermutet, dass ein Ersatz für den üblichen Postboten die Tour nicht geschafft, jeweils abgebrochen und am nächsten Tag immer wieder von vorne in dem Revier angefangen habe. Der Fehler: „Die müssen doch da weiter machen, wo sie aufgehört haben!“
Ob die Theorie stimmt, konnte die Post am Donnerstag nicht mehr beantworten. Ebenso Fragen unserer Zeitung, wie viele Postboten für Klein Lafferde zuständig sind oder ob für Auftragsspitzen durch viel Post Personalreserven vorgehalten werden.
„Vier Tage keine Post, da kam gar nichts an“, ärgerte sich Peter Wienhold, der in Klein Lafferde in der Straße Vor dem Walde wohnt, noch immer. Die Nummer einer Telefonhotline möchte er gar nicht wählen. „Da kann ich keinen Dampf ablassen. Was nutzt es mir, wenn die Frau, mit der ich telefoniere, in Bonn oder sonstwo sitzt?“
Auch Peter Wienhold vermutet – Ersatzmann oder nicht – dass ein Postzusteller die tägliche Tour nicht vollständig geschafft und am nächsten Tag immer wieder neu vom Startpunkt angefangen habe. So seien einige Haushalte gar nicht bedient worden.
Seine Frau Cornelie Wienhold glaubt nicht, dass ihr Nachteile entstanden, weil möglicherweise Rechnungen verspätet eintrafen und daher bald eine Mahnung folgen könnte. Sie nennt einen anderen Nachteil, der für sie Realität wurde: Ein Gutschein mit Prozenten in einem Geschäft war abgelaufen, nachdem die Post erstmals wieder geliefert worden sei. „Schade, den hätte ich gerne für eine Jacke eingesetzt.“
Was meinen Sie? Wie lange bekamen Sie keine Briefe? Gab es Informationen durch die Post? Gerne können Sie uns dazu Ihren Kommentar schreiben!



