Hydranten werden überprüft und winterfest gemacht
Woltwiesche 92 Hydranten wurden unter die Lupe genommen. Feuerwehr prüfte die Zugänglichkeit und Funktionalität und verteilte Informationen an die Autohalter.
Jedes Jahr im Herbst wird das Hydrantennetz in der Ortschaft Woltwiesche durch die Ortsfeuerwehr überprüft. Insgesamt wurden 92 Hydranten überprüft und winterfest gemacht. Mit dabei waren fünf Feuerwehrleute aus Woltwiesche und zwei aus Lengede.
„Wir müssen die Zugänglichkeit unter die Lupe nehmen, denn manche Deckel lassen sich nur schwer öffnen. Das wäre bei einem Einsatz hinderlich und würde viel Zeit kosten“, erklärte Andreas Sadlo von der Ortswehr Woltwiesche. Dabei seien die Oberflur- und Unterflurhydranten einer Sichtprüfung unterzogen worden. Zum Einsatz kam ein sogenanntes Standrohr, das befestigt wurde, um das Hydrantennetz zu öffnen und zu testen, ob der Wasserzulauf gewährleistet ist. Häufige Beschädigungen gebe es an den Hydrantendeckeln, die mit mutwilliger Gewalt „geknackt“ werden. Dabei breche oft der Schutzbolzen ab, so Sadlo.
Bei den Unterflurhydranten wurde ebenfalls der Deckel geöffnet, kontrolliert und gegebenenfalls der Hydrant gereinigt. „Bei einigen mussten wir eine Plastikfolie erneuern, damit der Hydrant besser gegen eindringendes Schmutzwasser - im Winter oftmals mit Streusalz oder anderen Schmutzpartikeln versetzt - geschützt ist“, verdeutlichte Sadlo. Festgestellte Mängel oder Schäden werden der Gemeinde gemeldet, die den Auftrag weiterleitet an den Wasserverband Peine.
Bei dem im Ernstfall entnommenen Wasser handelt es sich um Trinkwasser. „Wenn im Notfall das Hydrantennetz durch einen eventuellen Rohrbruch nicht genutzt werden kann, weichen wir auf offenes Gewässer aus. Das kann die Fuhse oder ein Löschteichbrunnen sein“, sagte Sadlo.
In diesem Jahr sollen zudem die Hydrantendeckel mit einem markanten Farbanstrich (rote Leuchtfarbe) versehen werden, um sie bei einem Einsatz schneller und besser erkennen zu können.
Außerdem wurden die privaten Fahrzeugführer, die mit geparkten Autos den Zugriff auf die Unterflurhydranten erschwerten oder verhinderten, mit einem Merkblatt informiert. Soweit erforderlich, werden Fahrzeughalter aufgefordert, ihre Fahrzeuge umzusetzen. „Ziel ist es, die Bevölkerung für die Belange der Feuerwehr zu sensibilisieren. Im Einsatzfall können sonst Stellen nicht oder nur verzögert erreicht beziehungsweise die Wasserentnahme beeinträchtigt werden“, meinte Andreas Sadlo.



