Herz in Gefahr - Koronare Herzerkrankung und Herzinfarkt
Peine Dr. Frank Grothues referierte im Forum Peine bei der Herzwochen-Veranstaltung des Kardiologischen Zentrums und des Klinikum Peine.
Dr. Frank Grothues ließ keinen Zweifel offen: „Sollte jemand in ihrer Nähe umfallen, machen sie sofort etwas.“ Möglicherweise bestehe die Gefahr eines Herzinfarktes. Der Kardiologe referierte zum Thema „Herzinfarkt - Akutbehandlung und Nachsorge“.
Der Vortrag fand - wie drei weitere - unter dem Thema „Herz in Gefahr - Koronare Herzerkrankung und Herzinfarkt“ im Forum Peine statt. Mehr als hundert Gäste waren in den fast bis auf den letzten Platz gefüllten Saal gekommen, um sich zum Thema Herzerkrankung zu informieren. Die Veranstaltung wurde innerhalb der Herzwochen angeboten, die in der ganzen Bundesrepublik stattfanden und von der Deutschen Herzstiftung initiiert wurden. Organisator in Peine war das Ambulante Kardiologische Zentrum Peine und die Medizinische Klinik I des Klinikum Peine.
Kardiologe Grothues, auch Chefarzt der Medizinischen Klinik I, führte seinen Hinweis für Notfälle noch genauer aus: Viele Menschen würden sich nicht trauen, etwas zu tun. Das sei verständlich, könne aber grundverkehrt sein. Bei einem Herzinfarkt gelte es, schnell zu handeln. Sonst könne es zum Beispiel dauerhafte Schäden bei den Betroffenen im Gehirn geben. „Und was nützt es, wenn wir hinterher bei der Behandlung das Herz gewinnen, aber das Gehirn tot ist“, ergänzte er mit Nachdruck. Am besten sei in solchen Fällen ein Wiederbelebungsversuch, um das Blut in Bewegung zu halten. „Eigentlich sollte jeder so eine Wiederbelebung beherrschen“, wünscht sich der Kardiologe.
Gleichzeitig müsse der Notdienst benachrichtigt werden, fuhr Grothues fort. Auch hier gelte es, mit Überlegung vorzugehen. „Es ist wichtig, dass sie sofort genau darüber informieren, was vorgefallen ist.“ Daran könnten die Experten bereits vermuten, ob ein Herzinfarkt vorliege. Dann würde der Rettungsdienst sofort eine besondere Kette von Maßnahmen in die Wege leiten. Und die würde etwas anders aussehen als bei einem anderen Notfall. Es würden Maßnahmen in die Wege geleitet, damit die Patienten von Experten behandelt würden.
Weiter informierte Grothues über die Behandlungsmöglichkeiten bei einem Herzinfarkt, über Vor- und um Nachsorge. Ebenfalls auf dem Programm der Veranstaltung standen Vorträge zu den Themen, wie es zu koronaren Herzerkrankungen und zum Herzinfarkt kommt, was man bei akutem Brustschmerz tun kann und was bei Frauen bei koronaren Herzerkrankungen und Herzinfarkten anders ist als bei Männern.



