Einwohnerversammlung zum neuen Wohngebiet in Wahle geplant
Wahle Der Ort Wahle soll wachsen: Einstimmig hat sich der Ortsrat für das Neubaugebiet ausgesprochen – allerdings gibt es Wünsche zu dem Millionenprojekt.
Eine Forderung des Ortsrats lautet: Nach den Herbstferien – also in der Woche vom 5. bis zum 9. November – soll die Gemeinde zu einer Einwohnerversammlung einladen, in der unter anderem über das Neubaugebiet informiert wird. Die Wahler CDU geht laut Uwe Flamm von rund 60 neuen Bauplätzen aus. „Wir werden also in Wahle mit unseren rund 1000 Einwohnern ungefähr 150 Neubürger dazubekommen“, blickt Uwe Flamm voraus – er ist CDU-Mitglied im Wahler Ortsrat und Vechelder Gemeinderat. Wahles Ortsbürgermeister Michael Hanne (SPD), ebenfalls Gemeinderatsmitglied, stellt allerdings fest: „Über das Baugebiet entscheiden nicht die Einwohner, sondern die Gemeindepolitik.“
„Wir als CDU haben zwar im Ortsrat für das Baugebiet gestimmt, aber wir möchten nicht, dass Wahle zur Kleinstadt wird“, stellt Flamm fest. „Mit diesem neuen Vorhaben muss Schluss sein in Wahle mit weiteren Baugebieten; Dann sollen nur noch innerörtliche Baulücken im Dorf mit Häusern bebaut werden.“
Nach dem Wunsch des Ortsrats soll das Neubaugebiet „Auestraße“ östlich mit dem Wohngebiet ,Am Vechel Berge’ abschließen, das sich gegenüber befindet – also südlich des Vechelader Wegs. Stattdessen sollen im Norden des geplanten Gebietes „Auestraße“ weitere Bauplätze entstehen. „Im Osten würden 20 Bauplätze wegfallen, im Norden zehn dazukommen: Das macht insgesamt ungefähr 60 Baugrundstücke in dem Neubaugebiet“, rechnet Flamm vor.
Hanne unterstreicht diesen Wunsch, gibt aber zu bedenken: „Es bleibt die Frage, ob die Gemeinde das Gelände im Norden erwerben kann.“ Klar sei bislang nur, dass die Eigentümerin des bislang geplanten Baugebietes (Ackerland) verkaufen wolle. Hanne selbst könne auch mit dem jetzt vorgesehenen Neubaugebiet leben, das „östlich vielleicht 15, 20 Meter über das Gebiet ,Am Vechel Berge’ hinausragt.“
Einhelliger Wunsch des Wahler Ortsrats ist es aber in jedem Fall, dass der Vechelader Weg bis zur Auebrücke ausgebaut wird, denn diese Straße wird von den Bewohnern des Neubaugebietes genutzt.
Mit dem Neubaugebiet kann Hanne zufolge der Kinderspielkreis in Wahle erhalten bleiben: In Höhe dieser Einrichtung fordert der Ortsrat aber erneut eine Querungshilfe über die Fürstenauer Straße (L 475).
Laut Vechelder Gemeindeverwaltung sind im Baugebiet „Vechelde-Südwest“ nahezu alle Grundstücke verkauft. „Um die weiterhin ungebrochene Nachfrage nach Wohnbauplätzen zu decken, ist das Neubaugebiet in Wahle zwingend erforderlich“, stellt Bürgermeister Hartmut Marotz unmissverständlich fest.
•Der Vechelder Umwelt- und Planungsausschuss befasst sich am Donnerstag, 25. Oktober, ab 17 Uhr im Bürgerzentrum mit dem Wahler Baugebiet „Auestraße“. Zudem geht es dann um die Bebauungspläne „Im Kälberteiche II“ (Vallstedt) und „Am Windmühlenberg“ (Vechelde).
