Eine Kugelahorn-Allee für den Friedhof
Bortfeld Die Kirchengemeinde Bortfeld hat mehrere tausend Euro in den Friedhof investiert.
Zwei Tage lang wurden auf dem Bortfelder Friedhof Bäume gepflanzt, eine Allee aus 23 Kugelahornen, außerdem zwei Gingko-Bäume.
Obwohl es kalt ist, hantiert Kirchenvogt Friedrich Brendel mit dem Wasserschlauch: Die frisch angepflanzten Bäume brauchen Wasser, damit sie gut anwachsen können. „In der ersten Woche muss ich sie jeden Tag eine Stunde gießen“, erklärt der Kirchenvogt, „dann wird es weniger“.
„Schön sieht es aus, und wenn sie nächstes Jahr erst Laub tragen!“ Vielen Besuchern des Bortfelder Friedhofs gefällt der Anblick. Brendel hörte aber auch schon Kritik – wegen des Laubes, das die Bäume irgendwann abwerfen werden. Das indessen bereitet dem Kirchenvogt das geringste Kopfzerbrechen. Ihn beschäftigt vielmehr, dass immer wieder Blumenschmuck auf den „pflegeleichten“ Urnengräbern unter Rasen abgestellt wird, der dort nicht hingehört. Derjenige, der den Rasen mähe, müsse jede Schale, jede Vase in die Hand nehmen und wegstellen. Das koste Arbeitszeit – und somit auch Geld.
Rund 7000 Euro hat die Kirchengemeinde in die Bäume investiert. Neuerungen auch am Eingang: „Wir haben die Stufen weggenommen“, erklärt Friedrich Brendel, Friedhofsbesucher mit Rollator oder Rollstuhl könnten nun besser durch das Tor gelangen. „Bei Bedarf kann man es auch ganz öffnen.“ Erneuert wurde auch das große Holzkreuz im Innenhof der Kapelle, das alte Kreuz war umgestürzt.
