Bisher 50 Einbrüche in diesem Jahr
Peine Mit der dunklen Jahreszeit steigt auch die Zahl der Einbrüche im Landkreis Peine. Die Polizei gibt Tipps, wie sich Bürger davor schützen können.
Seit dem Wochenende ticken die Uhren nach Winterzeit. Es ist die Hochsaison für Einbrecher. Denn: Je früher es dunkel wird, desto unbeobachteter fühlen sich Verbrecher – viele steigen bereits tagsüber in Häuser, Garagen oder Mietswohnungen ein.
„Am Tag sind die meisten Leute auf der Arbeit“, erklärt Peines Polizeisprecher Stefan Rinke. Die Dämmerung der Nachmittagsstunden biete Einbrechern eine zuverlässige Tarnung. 74 sogenannte Tageswohnungseinbrüche (zwischen 6 und 21 Uhr) zählte die Polizei im vergangenen Jahr für den Landkreis Peine, in diesem Jahr sind es bislang 50.
Ziel der Einbrüche sind nach Angaben der Polizeidirektion Hannover genauso häufig Mehrfamilien- wie Einfamilienhäuser, Ferienwohnungen oder Gewerbeobjekte. Dabei bringe jeder Einbruch nicht nur einen materiellen Schaden mit sich, sondern verbreite häufig auch Angst und Schrecken bei den Opfern – sei ein Einbruch doch „ein massiver Eingriff in den persönlichen Lebensbereich“.
Um die Zahl der Einbrüche zu minimieren, setzen Innenministerium und Polizei auf Präventionsarbeit. Dazu gehört das Projekt „Wachsamer Nachbar“ – seit vielen Jahren schon versucht es, Bürger dafür zu sensibilisieren, Auffälligkeiten in ihrer Nachbarschaft ernst zu nehmen: Unbekannte, verdächtig langsam fahrende Autos mit auswärtigen Kennzeichen gehören etwa dazu.
„Bei Verdachtsmomenten sollte man nicht davor zurückschrecken, die Polizei zu rufen“, betont Rinke. In der dunklen Jahreszeit sei die Peiner Polizei zudem verstärkt mit Streifen unterwegs – vor allem auch in Zivil. „Wir werten aber auch aus, ob es Zeiten oder Orte gibt, an denen sich Einbrüche häufen.“
Ein neues Präventions-Projekt ist der „Tag des Einbruchschutzes“ Ende Oktober – gemeinsam mit der bundesweiten Kampagne „K-Einbruch“ soll er Bürger darüber informieren, was sie selbst tun können, um sich vor Einbrüchen zu schützen. Peines Polizeisprecher Rinke empfiehlt: „Mit Beginn der Dämmerung Licht einschalten.“ Denn: Ein beleuchtetes Haus wirkt bewohnt – egal, ob man gerade zu Hause ist, oder nicht.
Daneben schützten auch mechanische Sicherungen an Fenstern, Garagen-, Keller- und Haustüren vor Einbrüchen. Rinke: „Eingebaute Sicherungen bedeuten für die Täter auch eine längere Zeit, um ins Haus einzudringen“ – und führten häufig zu der Entscheidung, von einem Einbruch abzusehen. Alarmanlagen und Bewegungsmelder täten ihr Übriges.
•Die Polizei in Peine bietet in Zusammenarbeit mit dem Präventionsteam Salzgitter kostenlose Beratungen zum Thema „Sicherung von Haus und Wohnung“ an. Ansprechpartner für Interessierte ist Bernd-Matthias Neidhart von der Polizei in Salzgitter, (05341) 1897109. Weitere Infos zur zur bundesweiten Kampagne „K-Einbruch“ unter: http://k-einbruch.de.



