Wohnungsbau an Schweizer Firma verkauft
Helmstedt Die Schweizer Corestate-Gruppe hat die Immobilien der WBG Helmstedt gekauft. Zum Bestand gehören 2349 Mietwohnungen.
Mit Wirkung zum 24. September ist die Helmstedter Wohnungsbaugesellschaft (WBG) in den Besitz eines Schweizer Unternehmens übergegangen. Die Immobiliengesellschaft Corestate mit Sitz in Zug/Schweiz, hat die WBG von dem Energieversorger Eon erworben. Die Eon Energie in München war 98-prozentiger Gesellschafterin. Die WBG bewirtschaftet und vermietet insgesamt 2349 Wohnungen, eine Gewerbeeinheit sowie 405 Garagen und 29 Abstellplätze.
Die gesamte Wohn- und Gewerbefläche beträgt rund 136 300 Quadratmeter und verteilt sich insgesamt auf die sechs Orte: Helmstedt, Schöningen, Esbeck, Wolsdorf, Büddenstedt und Süpplingen.
Im Rahmen der Vertragsvereinbarungen hat sich die Corestate-Gruppe freiwillig zur Einhaltung einer umfangreichen Sozialcharta verpflichtet. So bleiben die bestehenden Beschäftigungsverhältnisse der WBG mit insgesamt 14 Mitarbeitern von der Transaktion unberührt. Gleichzeitig schließt der Sozialplan unter anderem Luxussanierungen und unangemessene Mieterhöhungen aus. Bezüglich des Kaufpreises wurde Stillschweigen zwischen beiden Parteien vereinbart.
Wie es mit den Mitarbeitern und Mietern der WBG weitergeht, dazu äußerte sich Thomas Landschreiber, Mitglied des Vorstandes der Corestate-Gruppe, am Dienstag so: „Gemeinsam mit den Mitarbeitern der WBG werden wir gezielt in die Wert-Erhaltung der Immobilien investieren, um die Wohnqualität für unsere Mieter weiter zu erhöhen und Leerstände zu senken. Die WBG steht für guten und bezahlbaren Wohnraum. Diese Tradition möchten wir aktiv fortsetzen“, verspricht Thomas Landschreiber.
Die WBG Helmstedt gilt im hiesigen Braunkohlerevier bereits als Traditionsunternehmen. Sie wurde im Jahr 1949 auf Initiative der Braunschweigischen Kohlenbergwerke gegründet. Ausreichend Wohnraum im Helmstedter Revier zu schaffen, als die BKB noch Tausende Mitarbeiter hatte, war damals die Hauptaufgabe.
