Umbau des Schießstandes – Ausschuss wurde aufgeklärt
Saalsdorf Zum ersten Mal haben sich Kommunalpolitiker bei einem offiziellen Ortstermin die Umbau-Pläne für das Saalsdorfer Schützenheim erläutern lassen.
Schon zweimal hatte der Bahrdorfer Kultur-, Sport- und Jugendausschuss das Thema Zuschuss für den Umbau des Luftgewehr-Schießstandes vertagt. Zuletzt hatte sich das Gremium im Juni mit dem Antrag des Schützenvereins befasst. Der Verein will seinen offenen in einen geschlossenen Schießstand umbauen. Genaue Angaben zu dem auf 25000 Euro geschätzten Projekt fehlten den Abgeordneten und der Verwaltung aber. Auch die vorgelegten Bauzeichnungen befriedigten die Politiker nicht. Zumal die Kostenberechnungen auf Skepsis stießen und erste Bauarbeiten ohne Kenntnis der Gemeinde bereits begonnen hatten.
Schützenvereins-Vorsitzender Gerhard Wille bemühte sich nun, die Zweifel auszuräumen. Die Pläne, sagte er, entsprächen den Kriterien des Kreisschützenbundes, nach denen Förderzusagen erteilt werden. Damit ist die Forderung von Politik und Verwaltung, alternative Geldquellen aufzutun, zumindest ansatzweise erfüllt. Auch die hohe Bereitschaft zu Eigenleistungen betonte Wille. „Die Jugend hat das hier mit ausgehoben“, sagte er am Schützenheim, neben dem es schon seit einiger Zeit nach Baustelle aussieht.
Die Schützen würden gern weiterbauen. „Wir haben gar keine Trainingsmöglichkeiten“, sagte Gerhard Wille. Der Schießstand im benachbarten Dorfgemeinschaftshaus sei auf Dauer keine Lösung. Das findet auch Gemeindedirektor Rüdiger Fricke. „Das DGH ist mehr DGH als Schießstand, sagte er. Andere Schützenvereine hätten ein Heim, der Saalsdorfer nicht.
Die Ausschussmitglieder sind nach der Sitzung vom Donnerstag eher bereit, sich ernsthaft mit dem Zuschuss-Antrag der Schützen zu befassen – auch wenn Unmut über den unangemeldeten Baubeginn bleibt. „Es ist blöd, wenn man als Gemeinde nichts weiß“, sagte Ausschussvorsitzender Heinz-Dieter Schulze (SPD). Man sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden.
Rüdiger Fricke unterdessen wies auf die eingeschränkten Möglichkeiten der Förderung hin. Zwar sei es gut, dass der Verein inzwischen mit Landkreis und Kreisschützenbund Kontakt aufgenommen und damit eine Grundlage für die angestrebte Drittel-Förderung durch die Gemeinde (etwa 8500 Euro) geschaffen habe. Sowohl Gemeinde Bahrdorf als auch Landkreis Helmstedt seien finanziell aber äußerst klamm. Weiteres werden die Haushaltsberatungen für das kommende Jahr zeigen.



