Sieben Feuerwehren probten in Groß Sisbeck den Ernstfall
Groß Sisbeck An einer Großübung nahmen am Dienstagabend 90 Brandbekämpfer aus sieben Feuerwehren des Nordkreises teil.
Die friedliche Stille in der Ortschaft wird am Dienstag um 17.14 Uhr abrupt unterbrochen: Die Feuerwehrsirene heult. Minuten später rückt die Groß Sisbecker Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn zum ehemaligen Hof Löhmann im Handwerkerring aus. Unklare Rauchentwicklung im Wirtschaftsgebäude und vermisste Personen waren gemeldet worden.
Doch es war kein Ernstfall, sondern die Ausgangslage einer Feuerwehrgroßübung der Ortswehr im Verbund mit Wehren aus Nachbarorten und Rettungskräften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Helmstedt. Die sieben Wehren aus Groß und Klein Sisbeck, Groß Twülpstedt, Papenrode, Volkmarsdorf, Mackendorf und Bahrdorf nahmen mit insgesamt 90 Feuerwehrleuten teil. Darüber hinaus waren realistische Unfalldarsteller des DRK aus Königslutter mit von der Partie.
„Ziel der Übung war die Zusammenarbeit der einzelnen Ortswehren untereinander, wie sie auch in der Alarm- und Ausrückordnung alarmiert werden. Eingebunden waren auch der Rettungsdienst und die Polizei, wie es bei solch einer großen Schadenslage üblich ist“, erklärte der Groß Sisbecker Zugführer Thomas Jürgens, der die Übung unterstützt vom stellvertretenden Ortsbrandmeister Stefan Oberg und von seinem Gerätewart Thorsten Stötzer ausgearbeitet und organisiert hatte.
Da das nahe Wassernetz nicht ausreichend war, musste die Löschwasserversorgung aus Hydranten und einer Zisterne über eine lange Wegstrecke sichergestellt werden. Vorrangig mussten die vermissten Personen gefunden und gerettet sowie die Erstversorgung gewährleistet werden.
„Es klappt nie alles hundertprozentig. Es gibt stets Ecken und Kanten und etwas zu verbessern“, waren sich nicht nur Jürgens und Ortsbrandmeister Wilfried Dressler einig. Der Ablauf der Übung wurde dokumentiert, auch von neutralen Beobachtern. Darüber hinaus gab es im Anschluss an die Übung mit allen Beteiligten eine Besprechung.



