Selbst gemacht: Ein Festmahl für Wildvögel
Groß Brunsrode Jede Menge „Leckereien für Piepmätze“ zauberten die Jungen und Mädchen, die am Ferienprogramm der Kirchengemeinde in Groß Brunsrode teilnahmen.
Alissa und Emma kneteten ihre Masse aus Pflanzenfett, Brotstückchen und kleingeklopften alten Knödeln mit Hingabe. So richtig schmodderige Finger – damit hatten die sieben- und achtjährigen Mädchen kein Problem. Zum ersten Mal stellten die beiden Vogelfutter her. Und? Ist das schwierig? „Neeeeeein…“, waren sie sich absolut einig.
Was allerdings an so richtig fettigen und mit Sonnenblumenkernen gespickten Händen etwas lästig ist: Wenn es irgendwo juckt oder die Haare im Gesicht kitzeln, lässt sich dieses Problem so einfach nicht beseitigen. Nur gut, dass zumindest eine im Gemeindehaus der Kirchengemeinde saubere Hände hatte: Anja Wagner. Die Brunsroderin hat sich das Ferienprogramm ausgedacht und kümmert sich in den Herbstferien täglich um die Gruppen. „Das Vogelfutter mache ich zu Hause jedes Jahr mit meinen Kindern selber. Ich habe jahrelang Meisenknödel gekauft, doch da sind die Vögel nie rangegangen. Dann haben wir es selbst probiert – und das fressen die Tiere gern“, berichtete die Grafikerin.
Ganz verschiedene Futtermodelle stellten die zehn Jungen und Mädchen gestern in Groß Brunsrode her. Mal wurde die Futtermasse in eine halbierte und geleerte Orange gefüllt, mal musste die Masse in mühevoller Kleinarbeit in einen Fichtenzapfen gedrückt werden. Garniert wurde das Vogelfutter-Kunstwerk stets liebevoll mit Sonnenblumenkernen.
Wer nun Lust bekommen hat, Wildvogelfutter einmal selbst herzustellen – hier das Grundrezept: Vollkornhaferflocken oder Mehrkornflocken mit ein wenig Sonnenblumenöl oder Pflanzenfett – zum Beispiel Kokosfett– so mischen, dass sich die Flocken vollsaugen können. Dieser Mischung kann auch Weizenkleie hinzugefügt werden. Das war´s schon.



