Paläon nimmt immer mehr Gestalt an
Schöningen Im Mai 2013 soll das Paläon (Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere) eröffnet werden. Es laufen zurzeit Arbeiten am Rohbau und im Gelände.
Stück für Stück nimmt das Paläon bei Schöningen in der Nähe der Grabungsstätte der Archäologen im Braunkohletagebau Gestalt an. Die Arbeiten am Dach des Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere sind bis auf Restarbeiten fertig und die verspiegelten Aluminiumverbundplatten sind zu 80 Prozent auf Metallschienen an der Fassade des Rohbaus bereits aufgeklebt worden. „Unter besonderen Witterungsbedingungen, Temperatur und Luftfeuchtigkeit, ist deren Einzel-Montage nur möglich, weshalb die Monteure in diesen Tagen erst später anfangen können“, erläutert Thomas Hoffmann, Leiter des Fachbereichs für Stadtentwicklung in der Schöninger Stadtverwaltung.
Im Inneren des Rohbaus sollen in der nächsten Woche im rund 650 Quadratmeter großen Raum für die Dauerausstellung im zweiten Obergeschoss die Lüftungs- und Trockenbauer anfangen. Der Estrich, in dem sich alle Leitungen für Strom und die Medien befinden, ist dann abgetrocknet. „Unser nächster Meilenstein bei diesem Großprojekt ist der 3. Dezember, denn dann soll der Raum der Dauerausstellung, der infolge einer speziellen Deckkonstruktion völlig frei von Stützen ist, staubfrei und fertig sein, weil der Ausstellungsbauer mit seiner Arbeit beginnen soll“, kündigt Hoffmann an.
Auf dem insgesamt 24 Hektar großen Gelände ist der Teich und die Wiese für die fünf Wildpferde bereits fertig. Der Teich wird mit Wasser vom Dach des Paläons gespeist. „Dort ist für die Besucher eine freischwebende Aussichtsplattform geplant“, betont der Fachbereichsleiter.
Weiterhin wird die Landschaft zurzeit noch gestaltet. So gehört zum Wegenetz ein Rundweg auf dem Gelände, der gerade geschaffen wird. Im Zusammenhang mit dem außerschulischen Lernort wird für die Museumspädagogik noch eine Aktionsfläche entstehen, wo es neben der pädagogischen Arbeit in den Räumen im Paläon Angebote im Freien geben wird. Im Paläon können die Besucher selbst wie Archäologen arbeiten und den Wissenschaftlern bei ihrer Forschungsarbeit über die Schulter schauen.

