Mittel-Kürzung bringt Helmstedts Sportvereine auf die Palme
Helmstedt Weil die Stadt Helmstedt ihre Fördermittel an den Sport kürzen will, ist der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Helmstedter Sportvereine zurückgetreten.
„Wir sind am Ende der Fahnenstange angekommen“, fasste Hans-Joachim Nitsche vom HSV die Lage zusammen. Erhitzte Gemüter debattierten am Dienstag während der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Helmstedter Sportvereine (Arge) darüber, wie es nach der Kürzung der Sportfördermittel von 110 000 auf 50 000 Euro weitergehen soll.
Sogar die Auflösung der Arge drohte. Später erklärte sich Torsten Scharf, Vorsitzender des SV Germania zögerlich bereit, bis zur angestrebten Neuwahl des Vorstandes am 27. November kommissarisch den Vorsitz der Arge zu übernehmen.
Bis dahin gilt: Die Hallenverteilung eine der Aufgaben der Interessengemeinschaft der Helmstedter Sportvereine – bleibt mangels ehrenamtlicher Mitarbeiter auf dem jetzigen Stand eingefroren. Bisher hatte Horst Schilling, bis dato Schriftführer der Arge, als ehrenamtlicher „stiller Mitarbeiter“ diese organisatorische Aufgabe übernommen, die etwa zehn Stunden wöchentliche Arbeit bedeutet. Sollte in wenigen Wochen kein neuer Vorstand zur Wahl stehen, könnte das Ende der Arge bevorstehen.
Der Unmut der Vertreter der Sportvereine war deutlich zu spüren: Sie fühlen sich von den Sparmaßnahmen der Stadt überproportional betroffen und richteten ihre Kritik teilweise lautstark an die anwesenden Kommunalpolitiker.
Was wird aus der Arge? Viele Mitglieder hoben hervor, wie unverzichtbar dieses Sprachrohr für die Sportvereine sei. Man war aber auch enttäuscht, wie wenig politisch beeinflusst werden könne, hieß es. „Wir sind definitiv nicht länger bereit, so weiterzumachen“, stellte Rudolf Sorge, zu diesem Zeitpunkt noch erster Vorsitzender der Arge, mehrfach klar.



