Minister Bode lässt Blitzer auf der A 2 überprüfen
Braunschweig Die Berichte unserer Zeitung über die womöglich fehlerhaften Blitzer auf der A 2 haben Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) auf den Plan gerufen.
Er will sich persönlich um die Radaranlagen bei Essehof im Kreis Helmstedt kümmern. Bode kündigte ein Gutachten an, das in den kommenden Wochen vorliegen soll. Der Minister handelt in Absprache mit dem ADAC.
Hunderte von Autofahrern behaupten, dass die Blitzer, die in Verbindung mit der Verkehrsbeeinflussungsanlage geschaltet sind, gelegentlich auch auslösen, wenn die Anlage gar kein Tempolimit anzeigt. „Der Murks mit den Blitzern muss aufhören“, sagt Bode.
Denkbar ist, dass der Tüv das Gutachten erstellt. Zuerst sollen die Beeinflussungsanlagen getestet werden. Falls die Prüfer keinen Fehler finden, werden auch die Blitzer und das Zusammenspiel getestet. Das Ministerium prüft derzeit, ob es eine rechtliche Handhabe hat, dem Landkreis die Blitzer zu verbieten. „Sollten wir keinen Fehler finden, werden wir dem Kreis Helmstedt zumindest eindringlich raten, die Blitzer abzumontieren“, sagt Bode.
Auch der ADAC will tätig werden, falls der Kreis Helmstedt nicht einlenken sollte. „Maßnahmen behalten wir uns vor“, droht Niedersachsens ADAC-Chef Reinhard Manlik.
Die Autofahrer lassen ebenso nicht locker. Dr. Panagiotis Bouklas, Chefarzt in der Klinik Helmstedt, hat eine Initiative von Blitzer-Betroffenen gegründet. Bouklas: „Einzeln haben wir keine Chance, ich bündele das.“ Betroffene sollen an blitzerA2@gmail.com mailen.
Was sagen Sie: Bekommt Verkehrsminister Bode das Problem mit den A2-Blitzern in den Griff?

