Mehr Durchblick bei der Feuerwehr mit neuer Technik
Groß Twülpstedt Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Groß Twülpstedt ist seit kurzem die erste Wärmebildkamera in der Samtgemeinde Velpke stationiert.
Mit der neuen Technik werde das Einsatzspektrum der Wehr erweitert und die Zeit bei der Suche nach Personen und Brandherden im Samtgemeindegebiet verkürzt, so Ortsbrandmeister Jörg Merkl.
Das Ladegerät der Kamera sei bereits am Tag nach der Anlieferung auf dem Löschgruppenfahrzeug der Wehr verbaut worden. Mit der Kamera werde mit neuem Ausrückekonzept beim jeweiligen Einsatzstichwort zuerst aus dem Standort ausgerückt. Das Gerät sei besonders stoßfest ausgeführt und somit auch für den harten Feuerwehreinsatz geeignet. Sie lasse sich mit nur einem Knopf sehr einfach bedienen und könne beispielsweise für das Finden vermisster Personen, die Suche nach Brandherden und Glutnestern, aber auch für die Ermittlung von Füllständen oder die Suche nach überlasteten Elektroleitungen eingesetzt werden.
Die Kamera ist in der Lage, Temperaturdifferenzen sichtbar zu machen und die Temperatur unter einem Fadenkreuz zu messen. Zur Warnung werden ab 260 Grad Celsius Wärmequellen gelb und ab 540 Grad rot angezeigt. „Aufgrund ihrer kleinen Abmessungen kann die Wärmebildkamera direkt am Mann geführt werden und ist über eine selbstaufrollende Trageeinrichtung auch im unbenutzten Zustand nicht verlierbar“, so Merkl. Um die Einsatzzeit zu verlängern, sei ein Zweitakku beschafft worden, der parallel zur Kamera im Ladegerät geladen werden kann.
Erste Übungsdienste gab es gleich im Oktober im Asper sowie im Feuerwehrgerätehaus in Groß Twülpstedt. So galt es Personen im freien und verrauchten Raum zu suchen, Füllstände zu messen und im Haus verteilte Wärmequellen zu finden. Auch beim ersten Einsatz, einer Großübung in Groß Sisbeck, konnte die Wehr die Wärmebildkamera erfolgreich einsetzen.
