Lars Eckerts Werke faszinieren, irritieren und fordern
Schöningen Lars Eckert sieht sich der gegenwärtigen und erzählenden Malerei verpflichtet. Seine großformatigen Gemälde stellt er ab Sonntag in Schöningen aus.
„Unanswered Questions“ lautet der Titel von Eckerts aktueller Ausstellung, die vom 28. Oktober bis 18. November in den Räumen des Kunstfördervereins im Brauhof 12 zu sehen ist.
Er hält Momentaufnahmen einer Situation bildlich fest, die dem Betrachter bekannt und zugleich fremd erscheinen und von Beginn an faszinieren. Seine Werke, großformatige Ölgemälde und kleinere Zeichnungen in Bleistift und Öl auf Papier, stellen Szenarien dar, die der Betrachter kennt, und die doch etwas irritierend Fremdes, zuweilen sogar Unheimliches in sich tragen. Momentaufnahmen, brüsk aus dem Handlungsfluss gerissen, die im Innersten bohren, Erinnerungen abrufen, um verstehen zu können, wie es zu dieser Situation gekommen ist beziehungsweise, was als nächstes geschehen mag.
Eckert interpretiert nicht, er stellt dar und weist dem Betrachter die aktive Rolle des Regisseurs zu. „Die zu erzählende Geschichte kann nur im Kopf des Betrachters entstehen. Es liegt an ihm, nachzufragen und die bruchstückhaften Erinnerungen zu einem Ganzen neu zusammenzufügen“, erklärt er. Ein Spiel mit dem Bekannten in einer doch unbekannten Wirklichkeit, das in der Konsequenz von der ersten Sekunde an fasziniert.
Zur Ausstellungs-Eröffnung am Sonntag, 28. Oktober, um 11 Uhr, wird neben dem Künstler auch Dr. Anne Mueller von der Haegen zugegen sein, um einführende Worte zu sprechen.


