Kirschbäume sollen im nächsten Jahr einen Speer bilden
Schöningen Ein Großprojekt wird in Nähe des Paläons in Schöningen umgesetzt. Dort entsteht ein Schulwald mit rund 2700 Bäumen, die 400 Schüler setzen.
Mit dem Projekt Schulwald in der beschäftigen sich seit August 2011 Mädchen und Jungen der Oberstufe des Gymnasiums Anna-Sophianeum Schöningen mit dem Projekt Schulwald am Paläon. Die umfangreichen Arbeiten für die Vorbereitung sind beendet. Nach viel Theorie freuen sich alle Beteiligten nun auf die große Pflanzaktion. Auf trockenes Wetter hoffen alle Beteiligten am Freitag, 16. November. In der Nähe des Forschungs- und Erlebniszentrums Schöninger Speere sollen von 8.30 Uhr an nacheinander rund 400 Schüler zusammen etwa 2700 Bäume pflanzen. „Im Seminarfach haben die 20 Oberstufenschüler verschiedene Konzepte entwickelt, wie der Schulwald in Kooperation mit der Stiftung Zukunft Wald aussehen soll“, berichtete der Schulwald-Projektleiter Lars Hosse vom Gymnasium. Die Stadt stellte der Schule das mehr als einen halben Hektar große Gelände für das Projekt zur Verfügung.
Die theoretische Facharbeit setzen die Seminarfachteilnehmer in einem sozialen Projekt um und suchen dafür die beteiligten Grundschulklassen auf. Aus Schöningen, Offleben, Heeseberg, Neindorf, Schöppenstedt und Königslutter stammen die Mädchen und Jungen. „Ein Ziel der Oberstufenschüler, die etwas gegen die Klimaerwärmung tun wollen, ist es, den Grundschülern Zusammenhänge des Klimawandels in altersgerechter Form zu vermitteln“, erläuterte Lars Hosse.
Zu den Zielen des Projekts Schulwald zählen das Veranschaulichen des Aspekts der Nachhaltigkeit, das Rekultivieren des zu früheren Zeiten wirtschaftlich genutztes Geländes sowie das Nutzen als außerschulischer Lernort. Mit dem Schulwald sollen die beteiligten Schüler für das Projekt aktiviert und Eigeninitiative gefördert werden, um einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten.
Beim Pflanzen des Schulwalds soll das Motiv des Speers aufgenommen werden. „Mit Kirschbäumen, die von Eichen umgeben werden, soll ein etwa 80 Meter langer Speer entstehen, der in Richtung Schöningen zeigt und während der Kirschblüte im Mai vom Paläon aus gut zu erkennen sein soll“, erklärte Lars Hosse.
Auf dem großen Grundstück wurden bereits Holzpfähle ins Erdreich gesteckt, die Standorte der Bäume markieren. Auch die Gäste, zu denen die Bürgermeister Henry Bäsecke aus Schöningen und Alexander Hoppe aus Königslutter gehören, werden Bäume setzen. Zum Abschluss gibt es für alle Beteiligten, die auch über das Paläon-Gelände geführt werden, zur Stärkung eine Erbsensuppe.

