Helmstedt möchte sich als „Stadt der Einheit“ profilieren
Helmstedt Die SPD-Fraktion im Stadtrat möchte Helmstedt den Beinamen „Stadt der Einheit“ geben. Damit verbunden sind Veranstaltungen und Dokumentationen.
Bevor der 25. Jahrestag der Grenzöffnung naht, möchte sich Helmstedt den Beinamen „Stadt der Einheit“ geben. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion findet im Rat große Zustimmung. Was damit in der Außendarstellung verbunden ist, darüber besteht noch Beratungsbedarf.
Im Wirtschaftsausschuss entwickelte sich eine Diskussion zunächst darüber, ob der Titel gegenüber anderen ehemaligen Grenzstädten – vor allem aber gegenüber Berlin – nicht anmaßend sei. Margrit Niemann (SPD), Erste stellvertretende Bürgermeisterin, stellte heraus, dass hier einst der „Checkpoint Alpha“ war. „Wir haben das Zonengrenzmuseum und die Grenz-Rundfahrten vom Verein Wege zum Nachbarn“. Das seien gut geeignete Ansatzpunkte.
Natürlich geht es den Helmstedtern auch darum, ihr Alleinstellungsmerkmal touristisch zu vermarkten. „Dann brauchen wir aber auch Erlebnisfaktoren“, warf Martin Ryll (CDU), Zweiter Stellvertretender Bürgermeister, ein. „Wichtig wird sein, das Thema Einheit zu leben.“ Besucher lediglich zu Resten der ehemaligen Grenze oder zu Mahnmalen zu führen, reiche nicht aus.
Konsens besteht fraktionsübergreifend darin, im November 2014 das Wunder der Grenzöffnung vor 25 Jahren feierlich zu würdigen. Um dieses Fest zu organisieren, soll eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des Rates, der Verwaltung und interessierten Bürgern, gebildet werden.
Für Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert ist dabei wichtig, dass „wir uns mit unseren Nachbarn abstimmen, damit wir uns nicht mit Veranstaltungen gegenseitig Konkurrenz machen“. Gespräche im Grenzenlos-Verein, in dem die Gedenkstätte Marienborn und der Grenzdenkmalverein Hötensleben Helmstedts Partner sind, hätten bereits stattgefunden. Auch mit dem Landkreis sei die Stadt diesbezüglich im Kontakt.

