Gymnasium sucht Ausweichquartier für Sportunterricht
Helmstedt Weil Mängel in der Dachkonstruktion festgestellt wurden, hat der Landkreis die Sporthalle am Bötschenberg-Gymnasium geschlossen.
Die Sporthalle am Bötschenberg-Gymnasium in Helmstedt ist wegen baulicher Mängel am Dach vorübergehend geschlossen. Das trifft vor allem das Bötschenberg-Gymnasium, das als einen seiner Unterrichtsschwerpunkte Sport hat
„Im ersten Moment war es eine Katastrophe“, beschreibt Friedrich Jungenkrüger, Schulleiter des Gymnasiums am Bötschenberg, seine erste Reaktion. Vom Hochbauamt beim Landkreis Helmstedt hatte er in dieser Woche erfahren, dass die Sporthalle geschlossen werden musste.
„Aber wir sind dabei, Lösungen zu suchen“, so Jungenkrüger. „Und durch die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis sind diese in Sicht“, sagte der Schulleiter weiter. Jungenkrüger, der selbst Sportlehrer ist, berichtete, dass er am Mittwoch kurz entschlossen seinen Sportunterricht im Freien gehalten hat. Nach einem Lauf um die Wälle habe er in einem Schulraum noch Krafttraining und Entspannungsübungen angeboten. Eine Dauerlösung sei dies allerdings nicht, da es ja auch Lehrpläne für den Sportunterricht gäbe.
Im Moment steht die Schulleitung des GaBös in engem Kontakt mit den anderen Schulen und dem Landkreis, um zu prüfen, wo es noch freie Kapazitäten gibt. „Das läuft sehr professionell ab“, lobte Jungenkrüger die Zusammenarbeit. Er gibt aber gleich zu Bedenken, dass ja nicht nur die Schule betroffen sei, sondern auch die Vereine, die die Halle benutzen. „Und Sporträume sind in Helmstedt rar“, weiß Jungenkrüger.
Fest steht für Jungenkrüger aber, dass an der Schule mit dem Schwerpunkt Sport möglichst kein Sportunterricht ausfallen soll. Am Donnerstagnachmittag musste zwar die Arbeitsgemeinschaft der Flying Gabös ausfallen, da der Aufwand, die Trampoline zu transportieren, zu groß geworden wäre. „Das ist aber eigentlich kein Ausfall, sondern die Zeiten verschieben sich nur.“ Es gäbe dafür immer wieder Phasen, in denen die Schüler in den Ferien für zusätzliche Auftritte proben. Aber klar ist für ihn: „Der Zeitraum ohne Sporthalle muss so kurz wie möglich sein.“
