Fusion Wolfsburg und Helmstedt – ein Gewinn für beide
Helmstedt Beim Leserforum unserer Zeitung machten Wolfsburgs Oberbürgermeister und Helmstedts Landrat deutlich: Zur Fusion der Stadt und des Kreises gibt es derzeit keine Alternative. Teilen Sie diese Meinung?
Die Aula der ehemaligen Universität ist am Montagabend bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen. Die Verwaltungsspitzen waren sich einig: Von einer Fusion würden beide Seiten profitieren. Wolfsburg und vor allem VW als Weltkonzern brauchen die Standortmöglichkeiten, die nur ein erweitertes Stadtgebiet liefern könnte. Und der verarmte Kreis Helmstedt wird die Lebensbedingungen für seine Bürger nur aufrecht erhalten oder ausbauen können, wenn er profitieren kann von den Steuereinnahmen Wolfsburgs.
Für diese Analyse gab es viel Zustimmung von den mehr als 300 Zuhörern. Mohrs sagte, dass die Wolfsburger Solidarität beweisen müssten und der Helmstedter Landrat lobte ihn dafür, aus einer Position der Stärke heraus regionale Verantwortung zu übernehmen. Man dürfe den Menschen nichts vormachen, betonten beide. Nur dann könne das gemeinsame Projekt gelingen.
Klaus Mohrs machte im Laufe der zweistündigen Diskussion, an der sich weitere geladene Experten und die Leser engagiert beteiligten, aber auch klar, welche Art von neuer Verwaltungseinheit ihm vorschwebt. „Es kann nur auf eine vergrößerte, weiterhin kreisfreie Stadt Wolfsburg hinauslaufen.“ Vorschläge aus dem Publikum, einen Landkreis mit Helmstedt zu bilden, lehnte er ab. Das sei keine Lösung für Wolfsburg, und auch nicht für VW.
Für eine Ausdehnung der Fusionsgespräche auf den Kreis Gifhorn sehen Mohrs und Wunderling-Weilbier derzeit keine Ansatzpunkte. Landrätin Marion Lau habe sich klar dagegen ausgesprochen und bevorzuge stattdessen eine enge Kooperation mit den Nachbarn. Entscheiden über die Fusion müssen Wolfsburgs Rat und der Helmstedter Kreistag.
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Das Podium beim Leserforum setzte sich zusammen aus der Landwirtin Birgit Homann aus Jerxheim, dem Politologen Klaus Lompe, dem Chefredakteur unserer Zeitung Armin Maus, dem Oberbürgermeister von Wolfsburg Klaus Mohrs, dem Landrat des Landkreises Helmstedt Matthias Wunderling-Weilbier und dem Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg Michael Zeinert. Moderiert wurde die Veranstaltung von Markus Kater, Leiter unserer Wolfsburger Lokalredaktion.



