Bürgermeister eröffnet Debatte zur Zukunft der Lutterwelle
Königslutter Das Schwimmbad ist für Königslutter ein großes Defizit-Geschäft. Jetzt soll eine Entscheidung her, wie es mit der Lutterwelle weitergehen soll.
Bürgermeister Alexander Hoppe hat dazu eine ausführliche Vorlage ausgearbeitet, die er jetzt den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt hat. Eine endgültige Entscheidung soll der Rat schon in seiner nächsten Sitzung am 6. Dezember treffen. „Wir müssen uns dem Thema stellen und endlich Klarheit schaffen“, begründet der Bürgermeister seinen Vorstoß.
Seine Vorschläge lauten demnach: Neben der kompletten Einstellung des Freibad-Betriebs für die Öffentlichkeit, soll das Nichtschwimmer-Becken geschlossen werden, um Energiekosten zu sparen. Die derzeit acht Beschäftigten sollen entweder bei anderen Bädern angestellt oder gegen Gebühr an sie ausgeliehen werden. Dazu liefen laut Hoppe bereits erste positive Gespräche mit Wolfsburg. „Ich möchte versuchen, dass niemand entlassen werden muss“, stellte er hierzu heraus. Weiterhin wolle er die „Öffnungszeiten optimieren“.
Klar ist für Hoppe eines: „So wie bisher kann und wird es nicht weitergehen. Die freiwilligen Leistungen sind im Fokus der Aufsichtsbehörden, also des Landkreises und des Landes. Dort können wir lange diskutieren, was freiwillige Leistungen sind und ob sie nötig sind, damit rennen wir nur gegen eine Wand.“
Fakt ist, dass Hallen- und Freibad im Jahr 2011 einen Verlust von rund 660 000 Euro aufwiesen. Für das Jahr 2012 wird ein Minus von etwa 593 000 Euro erwartet, was für die Stadt Königslutter Ausgleichszahlungen in Höhe von etwa 250 000 Euro an die Stadtwerke bedeuten würde. Diese müssen aber im Jahr 2013 um 100 000 Euro gesenkt werden. So will es die Zielvereinbarung, die Königslutter mit dem Land aufgrund von Bedarfszuweisungen getroffen hat. „Ohne weitere Maßnahmen befürchte ich, dass wir das Bad schließen müssen, deshalb habe ich verschiedene Vorschläge unterbreitet, damit wir wenigstens einen eingeschränkten Betrieb erhalten können“, macht Hoppe deutlich.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen, um Kosten zu reduzieren, seien jedoch nicht endgültig, betont der Bürgermeister. Er fordert weitere Vorschläge sowohl von der Politik, als auch von den Bürgern ein. Dazu werde eine öffentliche Versammlung noch vor der Ratssitzung stattfinden. Hier soll auch geklärt werden, ob Interesse an der Gründung eines Fördervereins besteht. Das Stadtgespräch zur Zukunft der Lutterwelle findet am Mittwoch, 14. November, um 19 Uhr im Ratssaal Königslutter statt.


