Wohnheim Affenfelsen wird saniert
Braunschweig Das größte Studentenwohnheim der Stadt wird saniert. Der Gebäudekomplex beherbergt knapp die Hälfte aller Studentenwohnheimplätze in Braunschweig.
852 Studenten wohnen dort zur Zeit. Das Haus am Rebenring, auch unter dem Spitznamen „Affenfelsen“ bekannt, bekommt zwar keine neue Fassade. Dafür wird im Inneren alles neu gemacht, angefangen von den sanitären Anlagen bis hin zu den Bodenbelägen. Und: Bei der Umsetzung des Sanierungsprojekts sollen die studentischen Bewohner und die Mitarbeiter aktiv miteinbezogen werden.
Die Bewohner sollen sagen, womit sie unzufrieden sind
Im Mai nächsten Jahres werden die ersten Bewohner ausziehen, saniert wird dann in Etappen. „Wir fangen mit dem kleinsten Haus an, in dem es nur 35 Zimmer gibt“, erklärte Ellen Schwitzer vom Studentenwerk. Keiner der Studenten werde auf der Straße stehen, das Studentenwerk werde alle intern unterbringen.
Konkret geht es jetzt darum, was sich außer der Farbe an den Wänden noch ändern soll. Darum, was sich ändern muss, damit die Studenten sich im Wohnheim wohlfühlen. Um das herauszufinden, kooperiert das Studentenwerk mit der HBK. Kristof von Anshelm und Sarah Zerwas vom Labor für gesellschaftliche Transformation werden in den nächsten Monaten Bewohner und Mitarbeiter des Wohnheims befragen: Was läuft bisher gut, was nicht und wie wollen wir in Zukunft im Haus miteinander leben?
„So ein Wohnheim mit 800 Menschen ist wie ein kleiner Mikrokosmos“, erklärt von Anselm. Für ihn steht fest: Je mehr Menschen in die Gestaltung ihres Lebensraums miteinbezogen werden, umso zufriedener sind sie.
Zuerst werde man deswegen analysieren, wo es hakt. In einem zweiten Schritt werden Ideen und Wünsche gesammelt.
„Und danach prüfen wir, was sich davon realisieren lässt“, erklärt von Anselm das Konzept. Bisher gibt es in dem Studentenwohnheim zwei Vereine und das Monkey Island, ein Gemeinschaftsraum. In dem Projekt soll diskutiert werden, ob die jetzigen Bewohner diese Vereine weiterbetreiben oder etwas Neues starten wollen.
Wie viel die Sanierung insgesamt kosten wird, ist derzeit noch nicht klar.
