„Wasserwelt“ am Schützenplatz bekommt Groß-Restaurant
Braunschweig Im Herbst soll die neue „Wasserwelt“ am Schützenplatz eröffnen – inklusive eines Groß-Restaurants.
Bei Baukosten von insgesamt 28,3 Millionen Euro fällt alles etwas größer aus im neuen Spaß- und Erlebnisbad. Das gilt auch für den Restaurant-Bereich. Allein die Küche wird rund 200 Quadratmeter aufweisen. Mehr als 1000 Portionen sollen täglich ausgegeben werden können. Auf Gäste warten 200 Sitzplätze. Zu groß geplant?
Nein, sagt Jürgen Scharna, Geschäftsführer der Stadtbad GmbH, während eines Rundgangs im Bad-Rohbau: „Die Gastronomie wird nicht verpachtet, sondern die Stadtbad GmbH wird selbst Betreiber des Restaurants sein. Das macht nur Sinn, wenn es kein wirtschaftliches Risiko gibt.“ Die Stadtbad GmbH wolle „mindestens eine schwarze Null schreiben“.
Und dafür, sagt Scharna, seien die Vorbedingungen gegeben: „200 Sitzplätze, 1000 Portionen und mehr täglich – das hört sich nur gewaltig an. Doch es werden auch jährlich 350 000 Schwimmgäste plus 80 000 Sauna-Besucher erwartet.“ An Spitzentagen, sagt er, werde mit 2500 Besuchern gerechnet. „Was sind dann schon 200 Sitzplätze? Zu den Stoßzeiten am Wochenende werden die Sitzplätze wohl kaum reichen. Wenn montags die Frühschwimmer kommen, sieht das natürlich ganz anders aus.“ Dann würden die Tische lange Zeit leer bleiben. Es musste ein Kompromiss gefunden werden.
Eine Konkurrenz zur Gastronomie der Stadt will die Stadtbad GmbH allerdings nicht werden. Scharna sagt: „Zutritt zum Gastronomie-Bereich werden nur Bade- und Saunagäste erhalten.“ Aber Scharna macht auch klar: „Weil die Gastronomie maßgeblich zur Aufenthaltsqualität im Schwimmbad beiträgt, darf sie nicht stiefmütterlich behandelt werden. Und das hat die Stadtbad GmbH auch nicht vor.“ Die Sitzbereiche, die sich ein Stockwerk über dem Wasser befinden, werden vielfach Blick auf die Schwimmbecken haben.
Im Gastronomie-Bereich sollen, so der Stadtbad-Geschäftsführer, sieben bis acht Stellen geschaffen werden. Mitarbeiter werden es freilich mehr sein. „Wir müssen einer stark schwankenden Nachfrage gerecht werden.“
Noch keine Entscheidung über Außengastronomie
Noch nicht entschieden ist, ob es in der „Wasserwelt“ auch Außengastronomie geben wird. Bei einem Bad, das ganzjährig geöffnet hat, wäre das möglich. Scharna meint: „Theoretisch ist das denkbar. Doch eine Entscheidung wird erst getroffen, wenn praktische Erfahrungen gesammelt wurden.“


